18 Grundstücke entstehen am See

Rohrberger Baugebiet: Stadtvillen erwünscht, Tiny-Häuser nicht

Kann das geplante neue Baugebiet Am See in Rohrberg noch in diesem Jahr erschlossen werden? Noch sind einige Fragen offen, etwa was die Geschosshöhe der zu errichtenden Häuser und die Aufteilung der Grundstücke betrifft.

Von Walter Mogk 14.05.2022, 06:00
Dort wo jetzt noch Acker ist, soll schon bald das neue Rohrberger Baugebiet Am See mit 18 Parzellen entstehen.
Dort wo jetzt noch Acker ist, soll schon bald das neue Rohrberger Baugebiet Am See mit 18 Parzellen entstehen. Foto: Walter Mogk

Rohrberg - Wer in Rohrberg sein Häuschen bauen möchte, muss sich noch eine Weile gedulden. Am Holzweg sind alle Bauplätze verkauft und für das neue Baugebiet Am See, das zwischen Fischteich und Sportanlagen entstehen soll, laufen noch immer die Vorplanungen. Wenn alles gut läuft, könnte der Gemeinderat im Herbst den Bebauungsplan beschließen und anschließend mit der Erschließung des Areals beginnen, für die 170.000 Euro in den Haushalt eingestellt sind.

Doch noch sind einige Fragen ungeklärt. Etwa die nach dem Zuschnitt der einzelnen Parzellen und dem Kaufpreis. Letzterer werde sicherlich nicht mehr so günstig sein wie vor einigen Jahren, ist sich Ahlums Ratsherr Axel Pieper sicher. Schließlich seien auch die Erschließungskosten inzwischen höher. Was die Größe der 18 Baugrundstücke betrifft, so wird die nach Auskunft von Bauamtsmitarbeiterin Birgit Izykowski bei „um die 1000 Quadratmeter“ liegen.

Fest steht bereits: Sogenannte Tiny- oder Mini-Häuser dürfen in dem Baugebiet nicht errichtet werden. Als Mindestgrundfläche werden 75 Quadratmeter gefordert. Gegen sogenannte Stadtvillen, zweigeschossige Häuser mit quadratischem Grundriss und niedriger Dachneigung, gibt es dagegen keine Einwände. Allerdings soll nicht auf dem gesamten Gelände zweigeschossig gebaut werden dürfen, da das Areal leicht abschüssig ist. Im Rat wurde vorgeschlagen, nur die nördliche, oberhalb gelegene Hälfte dafür zuzulassen, um ein einheitliches Bild zu gewährleisten. Wo genau, das wollen sich die Gemeindevertreter noch vor Ort ansehen und dann entscheiden.

Stichstraße endet in Wendehammer

Durch das Baugebiet wird eine Stichstraße führen, die von der Breiten Straße über den Weg an den Fischteichen zu erreichen ist. Sie teilt das Areal in zwei Hälften und endet in einem Wendehammer. Weiter in Richtung Sportanlagen und Mehrzweckhalle geht es dann nur zu Fuß oder per Fahrrad.

„Wir sollten allerdings perspektivisch daran denken, dass wir das Baugebiet später mal nach Osten erweitern und dann auch die Straße verlängern müssen“, gab der Rohrberger Holger Robra zu bedenken. Allerdings müssen dafür die 18 Bauplätze erst einmal verkauft sein. „Wenn das mal der Fall ist, können wir darüber nachdenken, den Weg bis zur Bundesstraße 248 zu verlängern“, meinte Bürgermeister Bernd Schulz.

Avacon will Freileitung auf eigene Kosten entfernen

Die verschiedenen Leitungen für Energie, Ab- und Trinkwasser, Telekommunikation und Gas werden in den Straßenkörper verlegt und verlaufen zur Landesstraße hin. Lediglich für das Regenwasser muss jeder eine eigene Lösung auf seinem Grundstück finden. Die Niederschläge vom öffentlichen Bereich werden in eine extra angelegte Grünfläche an der Nordwestecke geleitet, wo sie versickern sollen.

Bevor die ersten Bagger rollen, verschwindet außerdem die Freileitung, die vom Achterweg aus quer über das Gelände verläuft. „Die Avacon hat das in ihrer Planung drin und zugesagt, auf eigene Kosten das Kabel in die Erde zu verlegen“, bestätigte der Bürgermeister.