Beetzendorf l Lothar Köppe ist sauer. „Ohne Fördermittel wären wir wahrscheinlich schon fertig mit der Sportplatzsanierung. Dass wir immer noch keine Zusage haben, bremst uns gewaltig aus“, kommentierte er den behördlichen Stillstand, der derzeit in Bezug auf das Großvorhaben herrscht. Denn für die lange beantragten Fördermittel liegt noch immer kein offizieller Bewilligungsbescheid seitens des Landes vor. „Und ohne den dürfen wir die Arbeiten nicht ausschreiben“, ergänzte Verbandsgemeinde (VG)-Bürgermeister Michael Olms im VG-Rat.

Die Verbandsgemeinde stehe in intensiven Verhandlungen mit dem Fördermittelgeber. Allerdings bisher ohne Erfolg. „Von unserer Seite sind alle Hausaufgaben gemacht worden. Die Planung liegt auf dem Tisch, wir könnten sofort loslegen. Aber wir dürfen nicht“, ärgerte sich Olms.

Zeit drängt

Dabei drängt so langsam die Zeit. Denn das Bauvorhaben muss eigentlich bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Ist es das nicht, drohen die Fördermittel möglicherweise zu verfallen. „95.000 Euro, für die noch keine Bewilligung vorliegt, führen dazu, dass wir nicht bauen“, schüttelte Lothar Köppe den Kopf. Zwar seien weder die Gemeinde noch die Verbandsgemeinde diejenigen, die bremsen, aber bei einer Verhinderung des Vorhabens „sind wir letztlich in den Augen der Öffentlichkeit doch die Dummen“. Der Beetzendorfer Bürgermeister wünscht sich deshalb, dass mehr Druck auf die Behörden ausgeübt wird und hat dafür auch die regionalen Landtagsabgeordneten per Brief um Unterstützung gebeten.

Jübars Landtagsmitglied Carsten Borchert hat bereits seine Hilfe zugesagt, mahnt aber zur Gelassenheit. Er sehe nicht, dass die Fördermittel automatisch verfallen, wenn die Sportplatzsanierung nicht bis Jahresende abgeschlossen sind, erklärte er im VG-Rat. „Ich hoffe, dass das Problem schnell gelöst wird und spätestens zum nächsten Frühjahr auf dem Sportplatz alles wieder funktioniert“, so Borchert.

Erneuert werden sollen die marode Laufbahn aus Asche, die mit einem Tartanbelag versehen wird, sowie die Weitsprung- und die Kugelstoßanlage. Insgesamt 340.000 Euro kostet die Sanierung. Der Altmarkkreis und die Verbandsgemeinde teilen sich die Kosten entsprechend der Zahl ihrer Schüler, die die Anlage für den Schulsport nutzen, auf. Die Abrechnung erfolgt über den Haushalt der Gemeinde Beetzendorf, die Eigentü- merin des Sportplatzes ist.

Derzeit kann die Anlage für den Sportunterricht des Beetzendorfer Gymnasiums sowie der Grund- und Sekundarschule nicht genutzt werden. Eine Eisenkette sperrt den Durchgang zur Aschenbahn und zur Weitsprunggrube ab. „Das sollte man den Fördermittelgebern vielleicht noch einmal deutlich machen, wie wichtig die Anlage für den Schulsport vor Ort ist“, meinte Verbandsgemeinde-Ratsmitglied Ninett Schneider.