Klötze l „Ich freue mich, dass ich jeden Tag hier sein darf“, sagt ein 82-jähriger Mann aus einem Ortsteil der Einheitsgemeinde Klötze. Seit drei Jahren kommt er fast regelmäßig in die Tagespflege vom Sozialcentrum Altmark (SCA) an der Hagenstraße. Er ist nach dem Tod seiner Frau alleinstehend. Da ist die Tagespflege eine willkommene Abwechslung. „Ansonsten würde ich jeden Tag zu Hause alleine sitzen und müsste mich auch um das Mittagessen kümmern. Das bekomme ich auch, und ich bin unter Leuten“, erzählt der rüstige Senior.

Seit fünf Jahren bietet das SCA die Tagespflege an. Im Sommer feierte das Haus mit einem Fest und einer großen Torte den Jahrestag unter Corona-Bedingungen. „Der Bedarf in diesem Pflegebereich ist da“, merkt Geschäftsführerin Ninett Schneider an. Die aktuell 15 Plätze sind ausgebucht und es gibt auch eine Warteliste, ergänzt sie. Denn die Menschen in der Westaltmark werden auch immer gesünder, älter und benötigen im Rentenalter die notwendige Pflege und Betreuung. Die bekommen die Frauen und Männer von Böckwitz bis Winterfeld zum Beispiel in der Klötzer Tagespflege.

Bevor die Senioren am Morgen gegen 8.30 Uhr von ihrem Wohnort abgeholt werden, war der Pflegedienst des Klötzer Unternehmens schon vor Ort und hat die Morgentoilette mit der entsprechenden Person erledigt. Im Klötzer Haus steht dann das gemeinsame Frühstück auf dem Programm. Nach der Stärkung informieren sich die Senioren dann in der Volksstimme über die aktuellen Ereignisse in der Region Klötze. Neben dem Spaziergang, je nach Wetterlage, ist auch geistige Beschäftigung angesagt. Dazu gehören unter anderem Gesellschafts- und Denkspiele, aber auch sportliche Betätigung wie das Kegeln. Zudem gibt es kreative Bastel- und Malstunden mit den Materialien der aktuellen Jahreszeit.

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Auch Hausarbeit steht auf dem Programm

Die Beschäftigung in der Gruppe ist für die Mitarbeiterinnen um die ambulante Pflegedienstleiterin Nancy Förster, Tagespflegeleiterin Sabine Kusch sowie den anderen Pflege- und Betreuungskräften wie unter anderem Sabine Kirsch und Mareike Schulze sehr wichtig. Einmal in der Woche kommen die Senioren zum Singen zusammen und tragen dabei zum Teil selbst getextete Lieder vor. „Singen in der Gemeinschaft fördert auch den Gesundheitszustand und sorgt für gute Stimmung“, erzählen die Pflegekräfte.

Auch die häusliche Arbeit kommt in der Tagespflege nicht zu kurz. Dazu gehört das Waffelbacken, aber auch das Schälen von Obst und Gemüse, damit die rüstigen Senioren im Alter von 55 bis 90 Jahren auch in den Stunden daheim und an den Wochenenden ihren Alltag meistern.

Neben dem Frühstück und Mittagessen gibt es vor der Abfahrt in die Dörfer noch eine Kaffeemahlzeit, damit die Rentner gestärkt die Heimreise antreten können. Zwischendurch sind Toilettengänge angesagt, und der Mittagsschlaf darf beim Tagesablauf der Rentner nicht fehlen. Und die kommen gerne jeden Tag in die Klötzer Einrichtung. Auch wenn einige auf Grund von Krankheit oder anderen persönlichen Dingen es nicht immer schaffen, täglich mit dabei zu sein.

„Da sind wir flexibel“, betont SCA-Geschäftsführerin Ninett Schneider. So kommen einige Frauen und Männer nur einen Tag in der Woche, andere zwei oder drei Tage in der Woche, listet sie auf.