Pläne für Klötze

Von Barrierefreiheit bis Waldbad - Arbeitsgruppe des Klötzer Ortsrates erstellt Liste für die Zukunft der Stadt

Der Ausbau der Barrierefreiheit soll in der Klötzer Kernstadt vorangetrieben, ein Haus der Vereine geschaffen und die ärztliche Versorgung der Einwohner gesichert werden. Das sind nur drei der vielen Punkte, die eine Arbeitsgruppe des Ortschaftsrates als wichtige Themen für die Zukunft der Stadt aufgelistet hat.

Von Tobias Roitsch
Welche Themen sind für die Zukunft der Klötzer Kernstadt wichtig? Darüber machte sich eine Arbeitsgruppe Gedanken. Erhaten bleiben soll  das Waldbad, neue Geh- und Radwege sollen geschaffen und die Barrierefreiheit weiter ausgebaut werden.
Welche Themen sind für die Zukunft der Klötzer Kernstadt wichtig? Darüber machte sich eine Arbeitsgruppe Gedanken. Erhaten bleiben soll das Waldbad, neue Geh- und Radwege sollen geschaffen und die Barrierefreiheit weiter ausgebaut werden. Fotos/Montage: Tobias Roitsch

Klötze - Welche Themen und Aufgaben werden in Zukunft in der Klötzer Kernstadt wichtig sein? Darüber machten sich die Mitglieder des Klötzer Ortschaftsrates während ihrer jüngsten Sitzung Gedanken (Volksstimme berichtete). Dabei befassten sie sich mit dem neuen Integrierten Gemeindlichen Entwicklungskonzept (IGEK) für die Einheitsgemeinde Stadt Klötze, das als Entwurf vorlag und das in Zukunft benötigt wird, um Fördermittel beantragen zu können.

Beraten sollten die Mitglieder des Gremiums, ob es Änderungsvorschläge oder Ergänzungen für das IGEK gibt. Dabei wollten sie nichts übereilen und beschlossen deshalb, eine Arbeitsgruppe mit jeweils einem Vertreter der drei Fraktionen zu bilden. Das Trio sollte die Vorschläge bündeln, die jedes Mitglied des Gremiums machen konnte. Als Ergebnis kam eine Liste mit Änderungen und Zusätzen für das IGEK heraus, die die Volksstimme auf Nachfrage aus dem Rathaus erhielt. Aufgeführt sind auf etwas mehr als einer Seite stichpunktartig Ideen zu verschiedenen Bereichen. Die Aussagen sind allgemein gehalten. Nähere Erläuterungen fehlen meist.

Tierpark und Waldbad erhalten

Gedanken machte man sich etwa zur Lebensqualität in der Kernstadt Klötze, in der zukünftig wohl mehr ältere Menschen leben werden. „Aufgrund der Demografie-Entwicklung ist es wichtig, die Alten- und Seniorenarbeit zu erhalten und zu erweitern“, lautet ein Punkt. Wie genau das passieren soll, ist nicht erklärt. Gedacht wird auch an Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt und etwa auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind. Die Ortschaftsräte sprechen sich in diesem Zusammenhang für einen Ausbau der Barrierefreiheit im Stadtgebiet aus.

Und auch die Jugend- und Sozialarbeit müsse gesichert werden, wie weiter zu lesen ist. Zudem sollte dafür gesorgt werden, dass Klötze als Standort der Polizei und des Rettungswesens erhalten bleibt. Mit Blick auf die medizinische Grundversorgung in der Stadt sollte die Ansiedlung von Fachärzten nicht vernachlässigt werden. Überhaupt sollte es genügend Medizinerinnen und Mediziner geben, um die Versorgung der Einwohner sicherzustellen.

Neue Wege sollen entstehen

Für eine gute Lebensqualität in der Purnitzstadt sind auch die Freizeiteinrichtungen wichtig. Davon gibt es heute einige. Und so soll es auch in Zukunft bleiben. „Der Tierpark und das städtische Waldbad müssen erhalten bleiben und Investitionen für die Zukunftssicherung eingeplant und ausgeführt werden“, lautet eine Forderung in der Auflistung der Arbeitsgruppe. Um Ausflüglern das Ansteuern von sehenswerten Zielen zu erleichtern, müssten Wander- und Radwege in und um Klötze nachhaltig beschildert werden, wie es weiter heißt. Es wird vorgeschlagen, Orientierungstafeln aufzustellen. Passieren könnte das am Rathaus sowie am Parkplatz des Waldbades. Damit jeder sicher ankommt, sei es erforderlich, die Geh- und Radwege in der Stadt instandzuhalten sowie neue zu schaffen. Ebenfalls aufgeführt ist als ein Punkt die „Sicherung der geschaffenen landwirtschaftlichen Wegeverbindungen“. Falls nötig, müssten auch hier neue Wege entstehen, wie es heißt.

Weiterhin wurde angeregt, ein Haus der Vereine in Klötze zu schaffen. Auch das Einrichten einer Heimatstube wird ins Gespräch gebracht. Aktuell gibt es ein „Stübchen“ im Gebäude der Stadt- und Kreisbibliothek, in dem die berufenen Ortschronisten arbeiten können. Eine Ausstellung zur Stadtgeschichte gibt es dort nicht. Nicht vergessen wird das Thema Klimaschutz. „Es sollte erwähnt werden, dass auf öffentlichen Gebäuden, soweit es machbar ist, Fotovoltaik aufgebaut wird oder bei Neubauten mitgeplant wird“, heißt es in der Auflistung. Das IGEK war in den vergangenen Wochen auch in anderen Ortschaften der Einheitsgemeinde ein Thema. Auch dort wurde über Änderungen und Zusätze diskutiert.