Klötze l Vom Regen, der ausgerechnet pünktlich kurz vor dem Beginn des Weihnachtsmarktes um 13 Uhr eingesetzt hatte, wollten sich die Organisatoren und Macher des Weihnachtsmarktes nicht die Laune verderben lassen. Von Stand zu Stand motivierten sie sich gegenseitig und es war zu hören: „Es wird schon.“ „Es hört gleich wieder auf.“ „Es werden schon Leute kommen.“ Und wie die Leute kamen, zu Hunderten! Schließlich versprach das Programm des zweiten Weihnachtsmarktes, den die Mitglieder der Theatergruppe Klötze, die Mitarbeiter der Volksbank Wittingen-Klötze und die Altmarksaal-Pächterin Erika Kamieth gemeinsam auf die Beine gestellt hatten, mehr als nur Bratwurst essen und Glühwein oder Punsch trinken.

Die Höfe beziehungsweise Parkplätze des Saales und der Volksbank waren tags zuvor (und teilweise bei Sonnenschein) in ein großes Marktdorf verwandelt worden; mit jeder Menge Buden und Ständen, Weihnachtsbaumverkauf, Kinderkarussell, Weihnachtsbaum und Bühne. Die war Dreh- und Angelpunkt des Freiluftprogramms, das dank des Machtwortes des Bischofs, der vom Volksbank-Marktleiter Matthias Schmidt gemimt wurde, nahezu vollständig im Trockenen erfolgte. So führten hier die Kinder der Klötzer Kindertagesstätte Spatzennest, nachdem sie den Weihnachtsbaum geschmückt hatten, ihr Programm auf.

Und hier wurde Theresa Bischoff als erster Klötzer Weihnachtsengel präsentiert, beschenkte der überaus gütige Weihnachtsmann, gespielt von Ingo Stadach, der seine Rute auch extra zu Hause gelassen hatte, die Kinder mit Plüschtieren und Süßigkeiten. Außerdem verkündete „Theater-Regisseur“ Kay-Uwe Knittel auf der Bühne die nächsten Programmpunkte und sorgten Janusz Schmidt mit dem Akkordeon, der Posaunenchor und die Jagdhornbläser für musikalische Unterhaltung.

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Kostüme waren das I-Tüpfelchen

Da ließ es sich gut und ausgiebig über den Markt schlendern, das ein oder andere Geschenk für den Gabentisch oder als Dekoration für die eigenen vier Wände erstehen sowie bei vielerlei kulinarischen Genüssen mit anderen ins Gespräch kommen. Wer sich aufwärmen mochte, konnte das im Altmarksaal bei der Märchenaufführung der Theatergruppe tun oder in der Volksbank. Hier gab es ebenfalls zahlreiche Stände, angefangen beim Schminken für Kinder über eine Schmuckausstellung bis zu den Zukunftsprognosen mittels Tarotkarten.

I-Tüpfelchen des zweiten Klötzer Weihnachtsmarktes unter Regie der neuen Ausrichter war, dass alle Mitglieder des Theaterensembles sowie sämtliche Mitarbeiter der Volksbank mittelalterlich kostümiert waren und ihre Rollen quasi lebten, so wie Matthias Schmidt, der als Bischof überall nach dem Rechten sah und für jeden ein nettes Wort hatte – außer für Petrus, der gut anderthalb Stunden vor offiziellem Markt-ende reichlich Regen schickte. Die gute Laune und Freude über das Gelingen des Weihnachtsmarktes konnte das aber keinem mehr verderben.