Magdeburg l Insgesamt 155 Corona-Infektionen meldete am 15. Juni 2020 das Sozialministerium für Magdeburg seit Ausbruch der Pandemie. Das sind 34 neue Fälle innerhalb von vier Tagen, zwei davon wurden am Montag gemeldet. Betroffen von den Neuinfektionen sind vor allem rumänische Familien. Warum ist noch unklar.

Anstehen für Corona-Test

Am Montag haben sich 229 Menschen in der Fieberambulanz in der Brandenburger Straße testen lassen. Dafür standen sie teils mehrere Stunden an. Normalerweise werden pro Tag 20 bis 30 Tests durchgeführt.

Ein Mann berichtete, dass er ab etwa 9 Uhr gewartet habe. Aus der Mundhöhle sei dann ein Abstrich genommen worden. "Außerdem wurde meine Lunge abgehorcht", berichtet er. Gegen 10.30 Uhr habe er wieder gehen können. Sollte er positiv auf das Coronavirus getestet werden, würde er innerhalb von 48 Stunden einen Anruf bekommen. Der Mann war am Sonnabend von einer Reise durch Osteuropa wiedergekommen.

Andere Magdeburger warteten dagegen bis zu vier Stunden für einen Corona-Test, berichteten sie.

Magdeburg war Corona-frei

Magdeburg galt wochenlang als Corona-frei. Seit dem 30. April waren keine Fälle gemeldet worden. Am 4. Juni überbrachte Oberbürgermeister Lutz Trümper im Stadtrat die Hiobsbotschaft und berichtete von zwei neuen Corona-Fällen. In den Tagen darauf stieg die Zahl weiter an.

Nachdem die Zahl der Neuinfektionen in der vergangenen Woche dann sprunghaft anstieg, griff die Stadt Magdeburg zu drastischen Maßnahmen. Einige Schulen, Horte und Spielplätze wurden geschlossen. Mindestens 14 Tage sollen diese zu bleiben. Zwei weitere Grundschulen bleiben ab 16. Juni zu, wie die Stadt Magdeburg am Montagnachmittag mitteilte.

In der Fieberambulanz ist es auf freiwilliger Basis möglich, sich testen zu lassen. Die Öffnungszeiten der Fieberambulanz sind:

  • montags: 9 bis 16 uhr
  • dienstags: 9 bis 12 Uhr
  • mittwochs: 12 bis 16 Uhr
  • donnerstags: 9 bis 12 Uhr
  • freitags: 12 bis 16 Uhr
  • sonnabends, sonntags und feiertags: 10 bis 13 Uhr