Magdeburg l In einem Jahr soll in Magdeburg mit den Ersatzneubauten für die maroden Anna-Ebert-Brücken (Alte Elbe) und die Zollbrücke über die Zollelbe begonnen werden. Dabei kann die Stadt Magdeburg zu großen Teilen auf Förderung aus dem Fluthilfefonds des Bundes zurückgreifen. Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel überreichte am Mittwoch einen Fördermittelbescheid über 50 Millionen Euro an OB Lutz Trümper. Das Geld fließt in die hochwassersicheren Ersatzneubauten und Straßenanbindungen, zum Beispiel Am Winterhafen und am Kleinen Werder. Die Stadt beteiligt sich mit rund 7 Millionen Euro an der Gesamtmaßnahme, zu der auch die Verlängerung der Strombrücke auf der Ostseite um 35 Meter und die Anbindung an die Stadtparkstraße gehört. 

Vor allem die schon seit langem desolate Anna-Ebert-Brücke (gebaut 1880-1882) hatte bei der Hochwasserkatastrophe 2013  noch einmal erhebliche Schäden davon getragen und stand schon kurz vor der Sperrung. Rund 4,5 Millionen Euro aus den ausgereichten Hochwassermitteln sollen nun auch direkt in eine Notreparatur der Anna-Ebert-Brücke fließen. Sie beginnt bereits Mitte Juli, sagte Oberbürgermeister Lutz Trümper der Volksstimme.

Laut Verkehrsminister Webel handelt es sich bei der bewilligten 50-Millionen-Euro-Fluthilfe für die Strombrückenverlängerung um die größte vom Land ausgereichte Einzelfördermaßnahme. Insgesamt hat Sachsen-Anhalt nach den Hochwasserschäden 2013 Infrastrukturmaßnahmen in einem Volumen von 1,2 Milliarden Euro bewilligt bekommen.