Magdeburg l „Die Leute, die aus anderen Stadtteilen zu uns kommen, kennen zwar den Park an sich. Aber, dass er Nordpark heißt, wissen nur die wenigsten“, sagt Thorsten Giefers vom Familienhaus Magdeburg, welches am Rande des Parks liegt. Schließlich gebe es auch nirgendwo ein Schild, das darauf hinweist, oder eine Straße entlang einer der Grenzen der Grünanlage, die ihren Namen trägt.

Um das zu ändern, entstand in der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Alte Neustadt die Idee, die Haltestelle „Peter-Paul-Straße“ in „Am Nordpark“ umzubenennen. Die Gelegenheit dazu sei im Moment günstig, meinen die Initiatoren. Denn wie von den Magdeburger Verkehrsbetrieben (MVB) schon angekündigt, wird mit Fertigstellung des Tunnels am Hauptbahnhof sowie der 2. Nord-Süd-Verbindung der gesamte Liniennetzplan neu erstellt.

Keine hohen Kosten für Umbenennung

In diesem Zusammenhang könnte dann auch die Umbenennung der Haltestelle erfolgen, ohne große Kosten zu verursachen.

Doch wollen die Anwohner überhaupt einen neuen Namen für ihre Haltestelle? Um das herauszufinden, hat die GWA-Gruppe 2000 Postkarten drucken lassen, die in Haushalten, Schulen und Kitas verteilt wurden. Die Kosten hierfür wurden aus dem Initiativfonds der Gemeinwesenarbeit finanziert.

Aufsteller mit Stimmkarten

Zusätzlich gibt es direkt an der stadteinwärtigen Haltestelle in Höhe der Peter-Paul-Straße einen Aufsteller mit den Stimmkarten und den Infos zur Aktion.

Seit 27. Juni 2018 läuft nun offiziell die Umfrage, in der die Bewohner aus Alte Neustadt sagen sollen, ob die Haltestelle in „Am Nordpark“ umbenannt werden soll oder eben nicht. Bis 15. Juli können die Karten in den Briefkasten des Familienhauses an der Hohepfortestraße 14 eingeworfen werden.

Gespräch mit den Verkehrsbetrieben

Wenn es positives Votum gibt, werde man das Gespräch mit den MVB suchen, kündigt Thorsten Giefers an. Falls das Ergebnis negativ ausfällt, werde man auch das akzeptieren.

„Es hat sich so viel in der Alten Neustadt verändert, neue Wohngebiete sind entstanden. Da verdient auch der Nordpark eine Aufwertung“, findet GWA-Sprecher Jürgen Engel. Zudem mache die Umbenennung auch praktisch Sinn, weil die Grundschule „Im Nordpark“ und die Kita „Am Nordpark“ von dort erreicht werden können, wie er hinweist.