Straßenkunst

Aerosol-Arena: Neues Graffiti-Projekt nicht in Sicht

Die Polizei prüft weiter illegale Müll-Ablagerungen auf dem Areal. Tragfähiges Wirtschaftskonzept wird gesucht.

Von Christina Bendigs
Blick auf das frühere Gelände der Aerosol-Arena. In der vorderen Halle wurde Müll illegal abgelagert.
Blick auf das frühere Gelände der Aerosol-Arena. In der vorderen Halle wurde Müll illegal abgelagert. Archivfoto: Christina Bendigs

Magdeburg - Wie geht es weiter mit der einstigen Aerosol-Arena? Diese Frage stellte die Links-Fraktion des Stadtrates an die Verwaltung. Die Antwort dürfte bei all jenen, die noch gehofft hatten, dass dort wieder ein Graffiti-Projekt umgesetzt wird, Ernüchterung auslösen. Das Projekt sei aufgrund der Probleme in der Vergangenheit schon nicht mehr Bestandteil des zweiten Bewerbungsbuches für den Titel als Europäische Kulturhauptstadt 2025 gewesen, berichtet Kulturbeigeordnete Regina-Dolores Stieler-Hinz.

Mit den jetzigen Immobilienverwaltern sei ein Informationsgespräch ohne verbindliche Ergebnisse geführt worden. Weitere Schritte seien derzeit nicht geplant, informiert Stieler-Hinz in ihrer Stellungnahme an den Stadtrat. Mittelfristig könne für das Areal Klosterkamp 4 möglicherweise ein Entwicklungspotenzial erkennbar werden. Im Kontext von Integriertem Stadtentwicklungskonzept und Kulturstrategie, wonach die Fraktion konkret gefragt hatte, würden jedoch keine konkreten Aussagen dazu getroffen. Das Areal sei aber Bestandteil des Programms des durch die Bundeskulturstiftung geförderten Kultursommers.

Unterdessen beschäftigt sich die Polizei nach wie vor mit den Müllablagerungen, die in einer Lagerhalle auf dem Gelände der Aerosol-Arena gefunden worden waren. Ein Industriebecken war etwa zwei Meter hoch mit Müll gefüllt und dieser mit Erde abgedeckt worden. Darin fanden sich Unterlagen, die auf einen der Betreiber der Aerosol-Arena verweisen. Wie die Staatsanwaltschaft Magdeburg gestern auf Nachfrage informierte, sei dazu noch kein Verfahren anhängig. Pressesprecher Frank Baumgarten informierte, dass die polizeilichen Ermittlungen noch andauern würden. Zu schwebenden Verfahren gebe die Staatsanwaltschaft aber ohnehin keine näheren Auskünfte.

Der Eigentümer hat inzwischen ein Magdeburger Unternehmen beauftragt, ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept für die Aerosol-Arena zu entwickeln. Die Bemühungen wurden aber durch die Corona-Pandemie zunächst ausgebremst.