Magdeburg l Die Abfischaktion im Barleber See in Magdeburg ist beendet. Der beauftragte Berufsfischer Gernot Quaschny hat seinen Auswertungsbericht vorgelegt. Demnach gingen ihm genau 1,5533 Tonnen Fisch ins Netz. Gefangen wurden Brassen, Schuppenkarpfen, Spiegelkarpfen, Marmor-/Silberkarpfen, Aland, Giebel, Güster, Rotaugen, Plötze und Aale. Nicht enthalten im Fanggewicht sind Barsche, Hechte und Schleie, die nach dem Vermessen wieder in das Wasser zurückgesetzt worden waren.

Die gefangenen Fische wurden von den Mitgliedern des Magdeburger Anglervereins e. V. in andere Gewässer in der Nähe umgesetzt wie den Mittellandkanal. Nur nicht-einheimische Arten wie der Marmorkarpfen endeten als Tierfutter für den Zoo.

Fischsterben verhindern

Dass der Wert unter dem in dem im Herbst 2018 erstellten Gutachten zum Fischbestand liegt, sei kein Problem, sagt Stadtsprecher Michael Reif. „Die Angabe war eine Schätzung auf Basis einer Hochrechnung“, erklärt er. Die Forscher hatten einen Wert von 2,1 Tonnen Fisch genannt, der aus dem See genommen werden muss, um ein Fischsterben zu verhindern.

Die gut zweiwöchige Abfischaktion in dem Badesee im Nordosten der Stadt Magdeburg wurde in Vorbereitung auf die bevorstehende Sanierung des Barleber Sees durchgeführt. Ab 1. Juni 2019 sollen über 1000 Tonnen Aluminiumsalz in das Wasser gegeben werden. Damit soll der aktuell sehr hohe Phosphorgehalt auf ein normales Level gesenkt werden. Sinkt der Phosphorwert, ist die Gefahr von neuen Blaualgenplagen fürs Erste gebannt. Durch den plötzlichen Nahrungsmangel wären aber auch die Fische verendet.

Vor 30 Jahren wurde dies bereits einmal durchgeführt – die Wirkung hielt bis zum Sommer 2016 an. Seitdem gab es immer mehr Blaualgen (eigentlich Cyanobakterien), die sogar zu mehrtägigen Badeverboten geführt hatten.