Magdeburg l Die beiden städtischen Strandbäder Barleber See und Neustädter See bleiben für den Badebetrieb gesperrt. Grund ist der erneut festgestellte Blaualgenbefall, der auch nach wie vor deutlich sichtbar ist. Das Gesundheits- und Veterinäramt wird nun am 25. Juli 2018 entscheiden, ob das Badeverbot fortgesetzt werden muss oder aufgehoben werden kann.

Bei der Untersuchung des Barleber Sees sind am Morgen des 17. Juli 2018 bis zu zehn Meter breite Algenteppiche gesichtet worden, die sich vor allem im Nichtschwimmerbereich befanden. Im Strandbad Neustädter See sind die Algenteppiche ähnlich groß und kommen vor allem im FKK-Bereich vor. Da nicht in Aussicht steht, dass sich die Wetterlage ändert, hält die Stadt das Badeverbot bis auf Widerruf aufrecht. Bis zum Wochenende werden so weiterhin Tageshöchsttemperaturen von bis zu 30 Grad vorhergesagt. Auch mit Niederschlägen ist bis dahin nicht zu rechnen. Seitens der Magdeburger Stadtverwaltung heißt es aber: „Sollte sich die Situation durch veränderte Windverhältnisse ändern, wird kurzfristig informiert.“

Cable Island nicht vom Verbot betroffen

Das Badeverbot gilt übrigens ausschließlich für die von der Landeshauptstadt Magdeburg betriebenen Badestellen. Für das am Westufer des Neustädter Sees betriebene Wassersportzentrum „Cable Island“ gilt das Badeverbot nicht. Dort wurden am 17. Juli 2018 Sichttiefen von 1,80 Meter gemessen. Blaualgenteppiche waren in diesem Bereich nicht vorhanden.

Durch die hauptsächlich vorherrschenden Westwinde befindet sich der Blaualgenteppich am Ostufer, welches den Strand des von der Stadt betriebenen Strandbades betrifft.

Das Gift der Blaualge Anabaena flos-aquae, die derzeit in den beiden Seen auftritt, kann bei sehr hohen Konzentrationen der Alge insbesondere für im Flachwasser spielende Kinder, gefährlich sein. Mögliche Folgen können unter anderem Hautreizungen, allergische Reaktionen, Muskelzittern und Muskelkrämpfe sein.