Magdeburg l Zu zwei großen Demonstrationen ist es am Samstagabend (6. April) in der Magdeburger Innenstadt gekommen. Auf der einen Seite demonstrierten rund 200 Personen für „Sichere Städte und die Zukunft deutscher Kinder“ und verwiesen dabei auf den Brennpunkt Hasselbachplatz.

Genau dieser sollte noch zum Brennpunkt an diesem Abend werden. Auf der anderen Seite demonstrierten etwa 200 Personen aus dem linken und bürgerlichen Spektrum gegen diesen Aufmarsch unter dem Motto „ausgefackelt“. Nachdem diese Demonstration ruhig verlaufen war, blockierten rund 40 Personen die Aufmarschroute der rechten Demo auf der Otto-von-Guericke-Straße.

Die Blockade wurde durch die Polizei aufgelöst. Am Hasselbachplatz trafen beide Demonstrationen aufeinander. Nach einer Kundgebung des rechten Blocks kam es zu Flaschenwürfen. Ein Teilnehmer der rechten Demo wurde von der Polizei festgenommen, er soll einen Gegenstand in Richtung des linken Blocks geworfen haben.

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Ein Angriff mit möglichem politischem Hintergrund hat sich nach Beendigung des Demonstrationsgeschehens ereignet. Nach ersten Informationen fuhr eine Frau mit ihrem Renault auf die Kreuzung Otto-von-Guericke-Straße / Hasselbachstraße. Plötzlich sollen mehrere unbekannte Personen das Fahrzeug angegriffen haben. Sie schlugen die Fenster ein und versprühten Pfefferspray im Wageninneren.

Die Frau fuhr noch etwa 200 Meter weiter um sich in Sicherheit zu bringen. Polizisten, die sich gerade auf der Straße befanden, leisteten erste Hilfe und riefen den Rettungsdienst. Dieser behandelte anschließend die Augenreizungen der Frau. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zu dem Vorfall.