Auszug aus Historie

Die Düppler Mühle ist 1845 erbaut und von Müller Heinrich Lange genutzt worden. Bis etwa 1900 drehten sich die Mahlräder der Holländermühle. Anschließend wurde sie bis zu einem Brand 1973 als Gaststätte und Wohnhaus genutzt. Seit Ende 2014 ist der Verein zum Erhalt der Düppler Mühle Eigentümer des Baudenkmals und treibt dessen Etablierung als Wahrzeichen im Westen der Landeshauptstadt voran.

Magdeburg l Primär ist der Verein der Düppler Mühle für den Erhalt des historischen Bauwerks im Westen der Stadt bekannt. In den kommenden Monaten gilt es für die Mitglieder um den Vorsitzenden Rolf Weske, die Holländermühle für einen langfristigen Fortbestand zu entwickeln. Entsprechende Pläne werden mit Fördermitteln befeuert, die dem Verein im kommenden Jahr von der Stadt, dem Land und dem Bund zukommen. Ein positiver Bescheid sieht die Zahlung von Städtebau-fördermitteln in Höhe von 340.000 Euro vor (wir berichteten). Das Geld soll für die bauliche Instandsetzung genutzt werden, so Weske: „Der Ringanker muss dringend wiederhergestellt werden. Außerdem soll ein Dach aufgesetzt werden.“

Viel in Eigenleistung

Mit dem Geld soll ein Unternehmen beauftragt werden, diese Arbeiten auszuführen. Für die Mitglieder des Mühlenvereins gibt es dennoch viel in Eigenleistung zu stemmen. „Wir werden ein Netz im Inneren des Turmes anbringen, das eventuell herabfallende Bestandteile der Mühle auffängt, und die Turmspitze verfugen“, so der Vereinschef. Außerdem ist ein Wasseranschluss auf dem Außengelände vorgesehen. Zwei Container sollen zudem mit einem Dach verbunden und optisch so gestaltet werden, „dass sich den Passanten, die an der Mühle vorbeikommen, ein schönes Bild bietet“.

Langfristig verfolgt der Verein die Vision, die 1845 von Müllermeister Heinrich Lange erbaute Mühle wieder funktionstüchtig aufzubauen. „Einzig das Mahlwerk wird kleiner ausfallen, als es im Originalzustand der Fall war“, so Weske. Unter dem Titel „Der Weg vom Korn zum Brot“ soll die Düppler Mühle u. a. von Schulen als Bildungs- und Begegnungsstätte für Veranstaltungen genutzt werden. Weske: „Dabei geht es uns um die Wahrung und Veranschaulichung des alten Handwerks.“ So ist zum Beispiel der Ausbau einer Etage in der Mühle als Schulungsraum vorgesehen.

Kulturstätte ausbauen

Dies ist aber noch Zukunftsmusik. Als Nahziel gelten der Anschluss der Mühle an die europäische Kulturstraße der Mühlen, der Via Molina, sowie eine weitere Teilnahme am Deutschen Mühlentag (Pfingstmontag, 5. Juni). „Außerdem möchten wir mit einem weiteren Weihnachtsmarkt im Dezember den Anspruch als Kulturstätte weiter untermauern“, so Weske.