Magdeburg l Vor gut einer Woche erst als Eilvorlage an die Stadträte in Magdeburg verteilt, sollen diese bereits in der Stadtratssitzung am 5. April 2018 über die neue Kita entscheiden. Fällt das Votum positiv aus, soll sie dann auch genauso schnell gebaut werden. Idealerweise im Herbst 2019 sollen die geplanten 168 Plätze belegt werden können.

Wobei es eigentlich nur einen Nettogewinn von 88 zusätzlichen Plätzen gibt, da die 80 anderen Bettchen schon reserviert sind. Denn im Mittelpunkt der Neubaupläne steht einmal mehr die Kita „Sterntaler“. Die Einrichtung der Johanniter wurde im Oktober 2013 gegründet und bezog damals die Klassenräume des ehemaligen Humboldt-Gymnasiums. Schon damals waren die Plätze knapp und die Einrichtung eine Art „Notpflaster“.

Kita "Sterntaler" braucht neue Unterkunft

Als dann entschieden wurde, dass die „Neue Schule Magdeburg“ an die Nachtweide ziehen soll, hatte man „vergessen“, dass die kleinen „Sterntaler“ dort betreut werden. Nach einem Jahr Aufschub mussten sie dann im Mai 2015 ausziehen und kamen in den alten Kindergarten in der Helene-Weigel-Straße im Kannenstieg unter.

Der stand selbst schon einmal auf der Abrissliste und war nur notdürftig saniert worden. Bis Ende 2018 wurde damals die Betriebserlaubnis am Standort begrenzt.

Magdeburger Kita zieht wieder um

Weil die Stadt Magdeburg nun die Helene-Weigel-Straße als Ausweichquartier für die geplanten Stark-III-Sanierungen anderer maroder Kita-Gebäude braucht, sollen die kleinen „Sterntaler“ ein weiteres Mal umziehen.

Die Johanniter als freier Träger konnten bislang aus eigener Kraft kein geeignetes Quartier schaffen, weshalb die Stadt nun selbst bauen will. Schließlich haben die Kinder auch nach dem 31. Dezember 2018 einen Rechtsanspruch auf ihren Platz, wie die Stadtverwaltung begründet. Der Neubau sei „die einzig geeignete schnelle als auch wirtschaftlichste Lösung“ heißt es im Beschluss für den Stadtrat.

Hohe Nachfrage nach Kitaplätzen

Gebaut werden soll auf einem kommunalen Grundstück zwischen Hellestraße, Carl-Miller-Straße und Humboldtstraße. Laut der aktuellen Infrastrukturplanung für die Kinderbetreuung liegt der Standort in einem Stadtgebiet mit „erwartbar erhöhtem Nachfrageverhalten“, so dass die Einrichtung auch langfristig Zulauf haben wird.

Rechnerisch würden die 88 neuen Plätze aber für den zu erwartenden Nachzug im Rahmen der Zuwanderung ausgewiesen, informiert die Stadtverwaltung.