Magdeburg l Die Magdeburger und ihre Bäume – und viele haben seit Jahren für die Aktion „Mein Baum für Magdeburg“ gespendet. Ein Stück vom Spendenkuchen möchte jetzt auch der Elbauenpark abhaben. Der Park gehört zwar auch der Stadt – wird aber im Gegensatz zu den Parks, Grünanlagen und Straßenbäumen von der Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg GmbH und nicht vom Städtischen Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg bewirtschaftet. Und die bestehende Baumaktion kommt dessen Anlagen in der ganzen Stadt zugute.

Verwurzelt mit dem Elbauenpark

Die neue Aktion des Elbauenparks unter dem Titel „Verwurzelt mit dem Elbauenpark“ soll Spenden auf das frühere Buga-Gelände lenken. Mit einem eigenen Baum auf dem Areal könne jeder, der sich mit dem Natur- und Kulturpark der Landeshauptstadt verbunden fühlt, in besonderer Weise ein Zeichen setzen und etwas für das Klima tun, heißt es in einer Mitteilung aus dem Elbauenpark. Der Park selbst verdoppele dabei jeden Spendenbetrag aus eigenen Mitteln.

„Als grüne Freizeitoase Magdeburgs ist unser Park bei Jung und Alt beliebt“, sagt Park-Geschäftsführer Steffen Schüller. In Anknüpfung an die bereits bestehende Aktion der Stadt wolle man Menschen, Unternehmen und Vereinen die Gelegenheit geben, mit einem eigenen Baum im Park etwas Bleibendes zu schaffen. Eine Baumpatenschaft eigne sich zudem auch als Geschenk. Mit einem Augenzwinkern fügt Schüller hinzu: „Jeder Mensch sollte ja im Leben einen Baum pflanzen – warum nicht bei uns im Elbauenpark?“

Die Spender können sich mit einem Schild an ihrem Baum im Elbauenpark verewigen lassen. Auf diesem kann auch ein persönlicher Widmungstext stehen. Außerdem gibt es zur Patenschaft eine Baumpaten-Urkunde dazu. Eine Baumspende kostet 800 Euro. „Darin enthalten sind die Anschaffung des neuen Baums einschließlich der Kosten für Substrat, Bewässerungsschläuche, Verankerungsmaterialien sowie das fachmännische Pflanzen und die anschließende Pflege für die ersten Jahre“, erklärt Jana Bork, Sprecherin des Elbauenparks.

Mehrere Standorte stehen zur Auswahl

Nach jetzigem Stand ist geplant, am Ziegengehege drei Zerreichen zu pflanzen. Für die Obstwiese sollen 15 Süßkirschen und Kaiser-Wilhelm-Apfel-Bäume mit Spendengeldern finanziert werden. 18 Blauglockenbäume sind für ein Areal an der Seeterrasse, fünf für den Messeparkplatz und zwölf für die Sitzgruppe am Rutschenturm vorgesehen. Drei Zieräpfel sollen dank der Sponsoren im Staudental wachsen und sechs Linden östlich der Herrenkrugstraße.

Dem Elbauenpark geht es bei seinem Engagement dabei aber nicht allein darum, Ersatz für Bäume zu schaffen, die zum Beispiel wegen Stürmen oder Trockenheit nicht erhalten werden können oder die auf natürlichem Weg ihr Lebensende erreicht haben. Es geht ausdrücklich um eine Erweiterung des Baumbestandes mit dem Ziel, diesen mit entsprechenden Arten widerstandsfähig gegen Hitze und Schädlinge zu machen und an die sich wandelnden klimatischen Bedingungen anzupassen.

Aus der Patenschaftsaktion des Elbauenparks soll dabei eine langfristige Initiative werden.

Mit der eigenen Baumspendenaktion könnte der Elbauenpark auch ein wenig den Druck vom Stadtgartenbetrieb nehmen: Dieser erreicht inzwischen Rekordsummen bei den Spenden – im vergangenen Jahr wurde das Geld für mehr als 400 Bäume eingenommen. Angesichts auch der aus dem Stadthaushalt laut Stadtratsbeschluss zu finanzierenden Programme bedarf es ausreichender Kapazitäten bei den Mitarbeitern und geeigneter Flächen, um den Wünschen der Baumspender hinterherzukommen.

Unter www.elbauenpark.de gibt es weitere Informationen zur Aktion, die Möglichkeit, sich anzumelden und einen Wunschstandort auszusuchen. Den entsprechenden Menüpunkt gibt es unter „Der Park“.