Erinnerungsstücke aus New York in Magdeburg

Das Studio 54 in New York war einer der berühmtesten Nachtklubs der Welt. Vor wenigen Tagen wurden in einer Auktion in Florida im Auktionshaus Modern Auction 400 Einzelstücke wie Tische, Stühle, Lampen Skulpturen, Bilder, Bücher, Fotos und Einladungskarten des Studios 54 aus dem Nachlass von Discothekeninhaber Steve Rubell versteigert. 20 Jahre nach der letzten Party kommen somit die Stücke unter den Hammer. Die rund 400 Stücke gehörten dem Mit-Eigentümer des Clubs, Steve Rubell, der 1989 starb und sie seinem Partner, Mode-Designer Bill Hamilton, hinterließ.

Hamilton gab die Erinnerungsstücke nun zur Auktion frei. Die geschätzten Preise lagen zwischen 300 Dollar bis 10 000 Dollar für Fotos und Polaroids und 50 000 Dollar (etwa 38 000 Euro) für eine Bronze-Statue vom Künstler Andy Warhol - einer der häufigsten Gäste im Studio 54. Ein weiterer Höhepunkt: Das Gästebuch (6000 Dollar), in dem Mit-Eigentümer Rubell auch vermerkte, wer umsonst trinken durfte. Auch ein signiertes Buch von Andy Warhol "Exposures" mit Widmung an Steve Rubell von Andy Warhol stand zur Auktion. Ein Adressbuch von Rubell mit Telefonnummern und Adressen von den großen Stars wie Truman Capote, Sylvester Stallone, Bianca Jagger, Michael Jackson war für ein Startgebot von 6500 Dollar zu haben. Der Magdeburger Guido Schwirzke, Besitzer des Prinzzclubs, und dazu großer Fan sowie Veranstalter der legendären Studio-54-Parties war ein stiller Mitbieter bei der Auktion in Florida und hatte sich einige Stücke herausgesucht. "Ich hatte es auf Fotos, Lampen und das besagte signierte Buch abgesehen", sagt er.

Die Preise der angebotenen Auktionsstücke sind in wenigen Sekunden gestiegen und erzielten schnell Summen über den Erwartungen des Auktionshauses. Schwirzke blieb aber hartnäckig und bekam schließlich Zuschläge für das handsignierte Buch von Pop-Art-Künstler Andy Warhol "Exposures" mit Widmung und das Buch "Disco" von Albert Goldman (1978) und holt somit ein paar echte Stücke der goldenen Disco Ära in seine Heimatstadt.

Über den endgültigen Kaufpreis schweigt sich Schwirzke aus, der Startpreis lag bei 2000 Dollar. "Es war mir einfach ein großes Anliegen, ein Originalstück aus dem Nachlass des Discogotts Steve Rubell zu bekommen", erzählt er. (aa)