Magdeburg l Die Arbeiten am Neubau der Magdeburger Förderschule für Körperbehinderte im Roggengrund laufen wie geplant – das war während der Sitzung des Schulausschusses zu erfahren. Derzeit stehen die letzten Rohbauarbeiten an.

Ab 22. Oktober 2018 seien die entsprechenden Aufgaben erledigt und der Kran könne abgebaut werden, hieß es weiter. Bei der Übergabe des Förderbescheids durch das Land Sachsen-Anhalt war als Ziel ausgegeben worden, dass die Schule in den Winterferien des Jahres 2020 vom Fermersleber Weg im Stadtteil Leipziger Straße an den neuen Standort in Neu-Olvenstedt umziehen soll.

Alte Schule in Magdeburg zu klein

Der Neubau der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperlich-motorische Entwicklung ist erforderlich, da der bisherige Standort am Fermersleber Weg zu klein geworden ist. De Kapazität von 100 Schülern ist längst ausgeschöpft.

Ein Ausdruck für die Enge war nicht zuletzt die Tatsache, dass zwischenzeitlich Klassen vom heutigen Standort am Fermersleber Weg in die Comeniusschule an der Kritzmannstraße im Neustädter Feld ausgelagert werden mussten. Möglich geworden war dies erst, nachdem die dortige Schule kurz zuvor barrierefrei saniert worden war.

Weiter Weg zum Universitätsklinikum

Nach langen Jahren der Planungen und der Suche nach einem geeigneten Standort hatte es am 14. März 2018 die Grundsteinlegung gegeben. Als Pluspunkt für das Gelände am Roggengrund sprechen ausreichend Platz und eine gute Erreichbarkeit. Während der Sitzungen von Ausschüssen des Magdeburger Stadtrats, wo der Neubau der Schule wiederholt diskutiert worden war, wurde als Nachteil die große Entfernung zum Universitätsklinikum genannt, in dem einige Schüler der Einrichtung behandelt werden.

Der Baubeginn für die Schule hatte sich trotz des Bedarfs verzögert, da hier neben Magdeburgern auch Schüler aus benachbarten Landkreisen lernen. Dort lohnt sich aufgrund der geringen Zahlen potenzieller Schüler mit einem entsprechenden Förderbedarf der Bau und Betrieb einer eigenen Einrichtung nicht.

Stadt Magdeburg zahlt eine Million Euro

Letztendlich wird der Bau jetzt mit 7,5 Millionen Euro unterstützt, die Stadt Magdeburg selbst trägt eine Million Euro.

Neben Fragen zu den Kosten, für die die Kommunen auch das Land in der Pflicht sahen, stand für Magdeburg auch die Frage der Genehmigungsfähigkeit einer Schule mit weit mehr Plätzen im Raum, als es die entsprechenden Schülerzahlen der Landeshauptstadt hergeben.