Landtagswahl

Fast jeder zehnte Wahlhelfer in Magdeburg ist wieder abgesprungen

Fast jeder zehnte Wahlhelfer in Magdeburg ist wieder abgesprungen. Von 1600 Freiwilligen zogen 150 zurück. Wahlhelfer wurden vorrangig gegen Corona geimpft.

Von Ivar Lüthe
In Magdeburg ist fast jeder zehnte freiwillige Wahlhelfer wieder abgesprungen.
In Magdeburg ist fast jeder zehnte freiwillige Wahlhelfer wieder abgesprungen. Foto: dpa

Magdeburg - Wer sich bei der Landtagswahl am 6. Juni 2021 ehrenamtlich als Wahlhelfer engagiert, wird vorrangig gegen Corona geimpft - darauf hatten sich die Landeswahlleiterin und das Sozialministerium Mitte April geeinigt. Das sorgte für einen Ansturm Freiwilliger. In Magdeburg wurden schließlich 1600 Wahlhelfer vorrangig geimpft. Fast jeder zehnte ist nun aber wieder abgesprungen, konkret 150 Freiwillige haben ihre Bereitschaft als Wahlhelfer wieder zurückgezogen. Das sagte Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) am Freitag, 4. Juni 2021, auf Nachfrage.

Die Durchführung der Wahl am Sonntag ist dadurch allerdings nicht gefährdet. Wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung sagte, habe man genügend Wahlhelfer in Reserve, um den Ausfall zu kompensieren. Dass fast jeder zehnte Wahlhelfer abgesprungen ist, sei „ein wenig mehr als bei früheren Wahlen“, so die Stadtsprecherin. Allerdings gebe es bei jeder Wahl - ob mit oder ohne Impfanreiz - Absprünge aus den unterschiedlichsten Gründen wie Krankheit, kurzfristiger Arbeitseinsatz oder ähnliches.

Von ähnlichen Fällen wird auch aus anderen Städten der Republik berichtet. So in Berlin. Hier seien Hunderte wieder abgesprungen, nachdem sie entweder ihre Impfbescheinigung oder gar ihre Impfung erhalten hatten. Offenbar zog die Aussicht auf eine vorfristige Corona-Impfung auch zahlreiche Trittbrettfahrer an, hieß es.