Magdeburg l Was lange währt wird endlich gut. Unter diesem Motto könnte die Geschichte rund um den Funkturm zwischen Randau und Calenberge stehen. Obwohl der Funkturm bereits im Sommer 2017 fertiggestellt wurde, funkte es in Randau und Calenberge aber noch lange nicht. Grund für die Verzögerung: Bei zuständigen Firmen gab es technische und personelle Engpässe. Doch jetzt hat das Warten auf besseren Handyempfang ein Ende. Seit dem 28. Februar 2018 funkt es in Randau. Gerade noch rechtzeitig. Denn wie Ortsbürgermeister Günther Kräuter berichtet, wurde ihm versprochen, dass der Funkturm spätestens im Februar für ein besseres Handynetz sorgen sollte. Und da Mittwoch der letzte Februartag war, nahm die Telekom den Funkturm noch gerade rechtzeitig in Betrieb – zur Erleichterung des Ortsbürgermeisters.

Der Grund für den Bau des Funkturms geht in das Jahr 2013 zurück. Weil Günther Kräuter als Ortsbürgermeister der Stadtteile, die in unmittelbarer Nähe zum Ehleumflutkanal liegen, während des Hochwassers 2013 aufgrund schlechten Handyempfangs zeitweise nicht erreichbar war, wandte er sich mit diesem Problem 2014 an die Stadt. Er machte das Dezernat für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit auf die mangelhafte Mobilfunkversorgung aufmerksam. Daraufhin informierte das Wirtschaftsdezernat die in der Stadt aktiven Mobilfunkanbieter.

Telekom baut Funknetz aus

Letztlich erklärte sich die Telekom bereit, den Funknetzausbau in Randau-Calenberge zu übernehmen. Zunächst verzögerte sich der Baustart allerdings, da es Überlegungen gab, auch den Empfang in Pechau zu verbessern und einen anderen Standort für den Funkturm zu wählen. Letztlich wäre der Handyempfang in allen drei Stadtteilen aber nur minimal besser geworden und so wurde der Standort zwischen Randau und Calenberge gewählt, da an diesem beide Stadtteile vom neuen Funkturm profitieren. Nachdem im Februar 2017 die Baugenehmigung für den Funkmast erteilt wurde, setzte das Unternehmen das Projekt ohne finanzielle Zuschüsse seitens der Stadt um.

Jetzt, wo der Turm nicht nur steht, sondern auch funkt, macht sich Erleichterung breit. „Der Funkturm verbessert die ostelbische Mobilfunkversorgung der Anwohner. Auch die Kommunikation im Hochwasserfall kann entscheidend stabilisiert werden“, sagt der Wirtschaftsbeigeordnete Rainer Nitsche, der mit seinem Kollegen Sandro Meyer und Randau-Calenberges Ortsbürgermeister persönlich den Empfang vor Ort getestet hat. Erfolgreich. Denn seit der Funkturm in Betrieb ist, sind die Dienste LTE und GSM auch in Randau und Calenberge für alle Handynutzer verfügbar.