Stadtentwicklung

Große Mehrheit für Bau einer neuen Altstadt in Magdeburg

Magdeburg soll ein neues Altstadtviertel bekommen. Ausschüsse des Stadtrates votierten für Pläne der Wohnungsbaugesellschaft Wobau. Der Stadtrat hat nun das letzte Wort für das Areal in Elbnähe.

17.06.2021, 19:20
Das Magdeburger Büro "Architekten und Ingenieure Duong+Schrader" hat für Wobau Magdeburg und die Upwind Holding aus Berlin einen Entwurf für die Bebauung des Prämonstratenserbergs angefertigt.
Das Magdeburger Büro "Architekten und Ingenieure Duong+Schrader" hat für Wobau Magdeburg und die Upwind Holding aus Berlin einen Entwurf für die Bebauung des Prämonstratenserbergs angefertigt. Quelle: Architekten und Ingenieure Duong+Schrader

Magdeburg - Von Martin Rieß

Für Aufsehen hat der Plan der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg zur Bebauung des Prämonstratenserberg zwischen Wobau-Welle und dem Demenzzentrum gesorgt. Derzeit nicht mehr vorhandenen Straßenzügen folgend soll eine historisierende Bebauung erfolgen, für die einige der verlorengegangenen Fassaden wiederherstellen sollen.

Bevor der Stadtrat im Juli 2021 darüber entscheidet, ob das Verfahren in diesem Sinne weitergeführt werden soll, haben der Umweltausschuss und der Bauausschuss beraten. In beiden Gremien gab es große Mehrheiten für das Vorhaben.

Beide Ausschüsse hatten ihre Sitzungen unterbrochen und dem Magdeburger Alt-OB Willi Polte das Wort erteilt. Er hatte an der Idee mitgewirkt und warb erwartungsgemäß für diese: „Gäste fragen immer wieder, wo denn die Magdeburger Innenstadt ist. Hier könnten wir einen Beitrag leisten.“ Es gehe darum, städtischen Raum zu schaffen.

Trotz großer Zustimmung waren in beiden Ausschüssen dennoch einige wesentliche Punkte kontrovers diskutiert worden. Zum einen ging es um Fragen der Grünfläche über dem Trümmerhügel, die für das neue Viertel wegfallen würde. Auf der anderen Seite stand die Frage im Raum, inwiefern soziale Aspekte für eine Wohnbebauung an dieser Stelle eine Rolle spielen sollen und können. Zudem ging es um die Nutzung im Erdgeschoss der Gebäude und um die Verkehrserschließung.

Die Volksstimme hatte die Pläne bereits ausführlich hier vorgestellt.