Magdeburg l Schippe um Schippe landen fast 200 Tonnen Sand vom 16. bis zum 17. Juni 2018 in verkehrt herum montierten Verkehrskegeln. Die Spitze fehlt. Die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) fangen in Säcken darunter den Sand auf und reichen die rund zehn Kilogramm schweren Sandsäcke weiter. Der Nächste in der Kette verschließt per Draht mit einer sogenannten Rödelmaschine den Sack.

„Damit beim Transport nichts verloren geht. Für uns heißt es: lieber weniger Sandsäcke, aber dafür in Qualität“, erklärt Falk Lepie. Er ist der Ortsbeauftragte des Magdeburger THW und hatte die Idee zur Übung. Alle elf Ortsverbände aus dem Magdeburger Regionalbereich waren am Wochenende beim 24-Stunden-Einsatz dabei.

Platz für 200 Helfer

Gefüllt wurde an zwei Strecken auf einem großen freien Platz in Salbke - ganz in Elbnähe. Dort sollen im Ernstfall auch die Bürger hinbestellt werden. Unter Anleitung des THW könnten dort mehr als 200 Helfer an mehreren Füllstrecken unterstützen. 30.000 Säcke könnten Falk Lepie zufolge von diesem Platz aus geliefert werden – im Notfall auch innerhalb eines Tages. Nach dem letzten großen Hochwasser vor fünf Jahren wurden mit der Stadt ganz konkrete Handlungspläne besprochen. Demnach würde das THW einen zweiten Sandsackplatz an der Sternstraße einrichten.

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Vorerst würde dort alles von Hand laufen. Allerdings: Die Stadt hat mittlerweile zwei Sandsackfüllmaschinen mit eingebauter Nähmaschine angeschafft. Der Durchlauf: 4500 Sandsäcke pro Stunde.