Nach Prüfung

Holperpiste auf Gleisübergang in Neu-Olvenstedt ohne Alternative

Im Magdeburger Stadtteil Neu-Olvenstedt stören sich Bewohner an einem Gleisübergang, der erhebliche Unebenheiten aufweist. Eine Barrierefreiheit wird es nicht geben.

Von Marco Papritz
Seit mehreren Jahren drängen Bewohner auf eine Verbesserung des Übergangs vom Olvenstedter Scheid zum Bruno-Taut-Ring. Foto: Marco Papritz 

Magdeburg. Der Fußgängerübergang wird baulich nicht verändert, der Zustand über einen Verguss der Schienen beziehungsweise Plattenfugen verbessert. Dies ist das Ergebnis einer Prüfung durch die Stadt, wie dem holprigen Übergang vom Olvenstedter Scheid zum Bruno-Taut-Ring über die Straßenbahntrasse ein Ende gesetzt werden kann. In Abhängigkeit von den Witterungen soll die gefundene vermeintlich kleine Lösung des langjährigen Problems umgesetzt werden. Die gewünschte Barrierefreiheit wird damit nicht erreicht, die Unebenheiten werden aber „leicht verbessert“, wie es von der Stadtverwaltung heißt.

Suche nach Lösungen beauftragt

Der Übergang gleicht seit Jahren einer Holperpiste und bietet unter anderem aufgrund der Lage keinen Spielraum für Verbesserungen. Alternativen entlang der Strecke der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) sind schwer umzusetzen. Dies ist das Ergebnis einer Überprüfung durch die Stadtverwaltung, ob barrierefreie Gleisquerungen etwas weiter nördlich des bestehenden Übergangs geschaffen werden können. Dem ging ein entsprechender Antrag voraus, der vor zwei Jahren vom Stadtrat beschlossen wurde.

Problematisch sind die Erhebungen, die sich im Kurvenbereich der Trasse wegen der Neigung ergeben, welche die Höchstgeschwindigkeit der Bahnen mit Tempo 50 ermöglichen. In dem Bogenbereich sind laut Verwaltung wegen dieser Neigung (liegen stadteinwärts zwischen 9 und 11,3 Prozent und stadtauswärts zwischen 7,3 und 9,7 Prozent) keine Möglichkeiten gegeben, eine barrierefreie Gleisquerung einzurichten – dies wäre nur bei einer Neigung von maximal 6 Prozent machbar.

Millionenschwerer Aufwand

Diese Sachlage könne nur unter großem Aufwand geändert werden. Und zwar über eine Anpassung beziehungsweise einen Umbau der gesamten Gleisanlage im Abschnitt zwischen den Haltestellen „Am Stern“ und „Brunnenstieg“ (umfasst etwa 600 Meter) mit gleichzeitiger Reduzierung der Geschwindigkeit der Bahnen, wie es weiter heißt. Die Kosten dafür betragen laut MVB zwischen 2,5 und 3 Millionen Euro. Eine Fußgängerbrücke als Alternative würde mit etwa 1,5 Millionen Euro zu Buche stehen.