Vandalismus

In zwei Jahren entstanden 42.500 Euro Schaden auf Spielplätzen in Magdeburg

Spielplätze in Magdeburg sind immer wieder Ziel von Vandalismus. Allein in den Jahren 2019 und 2020 entstand der Stadt durch Sachbeschädigungen und Diebstahl ein Schaden in Höhe von 42.500Euro. Auch Müll sieht die Verwaltung als ernstzunehmendes Problem.

Von Christina Bendigs
Die Spielplätze in Magdeburg werden immer wieder durch Vandalismus beschädigt. In den vergangenen zwei Jahren sind dadurch 42 500 Euro Schaden entstanden. Hier ein Bild vom abgebrannten Pavillion auf einem Spielplatz im Kannenstieg.
Die Spielplätze in Magdeburg werden immer wieder durch Vandalismus beschädigt. In den vergangenen zwei Jahren sind dadurch 42 500 Euro Schaden entstanden. Hier ein Bild vom abgebrannten Pavillion auf einem Spielplatz im Kannenstieg. Archifoto: Stefan Harter

Magdeburg - Die Stadt hat in den vergangenen Jahren intensiv in die Spielplätze der Stadt investiert. Gleich mehrere Objekte wurden komplett neu gestaltet. Von vielen werden die Spielplätze geschätzt und auch sauber hinterlassen. Doch immer wieder gibt es auch Fälle von Vandalismus. In den Jahren 2019 und 2020 schlagen diese mit 42.500 Euro zu Buche, wie aus einer Stellungnahme der Stadtverwaltung auf eine Anfrage aus der AfD-Fraktion hervorgeht. Der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe bewirtschaftet im Auftrag der Stadt 124 Spielplätze in Magdeburg.

2019 wurden zwölf Strafanträge aufgrund von Sachbeschädigungen und Diebstahl vom Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg gestellt. Dabei habe es 2019 keine Tendenz gegeben, welche Spielplätze besonders betroffen waren, berichtet Simone Andruscheck als Leiterin des Stadtgartenbetriebes in der Stellungnahme. 2020 dagegen sei der Spielplatz am Schellheimerplatz in Stadtfeld-Ost immer wieder von Vandalismus betroffen gewesen. Dass die Schadenssumme 2020 mit 30.000 Euro deutlich höher lag als noch im Jahr 2019 (12.500 Euro) sei darauf zurückzuführen, dass auf dem Spielplatz an der Hans-Grundig-Straße eine Jugendhütte abgebrannt war. Der Schaden belief sich auf 15.000 Euro. Die Verursacher seien zumeist nicht zu ermitteln.

Auch Müll ist ein zunehmendes Problem

Simone Andruscheck macht darauf aufmerksam, dass es ein weiteres Problem gibt, das zu einem erheblichen Aufwand und Kosten beträgt. Und das sei der Müll, der auf den Spielanlagen hinterlassen wird. Besonders auffällig seien die Spielflächen Wedringer Straße, Schellheimerplatz, Hegelstraße und Stadtpark.

Zur vorbeugenden Verhinderung von Zerstörungen auf Kinderspielplätzen sei erstmalig 2004 ein Präsenzdienst des Ordnungsamtes bis 23 Uhr auch am Wochenende eingerichtet worden. Von den 124 Spiel- und Freizeitflächen würden derzeit sieben als problematische Plätze intensiver vom Ordnungsamt kontrolliert. Dies erfolge in Abstimmung mit dem Polizeirevier, bei schwerpunktmäßigen Kontrollen bis 2 Uhr. Im Corona-Jahr 2020 erfolgten auf den Spielplätzen zeitweise tägliche Corona-Kontrollen, weil das Betreten untersagt war.

Spielplätze kein Fall für Sicherheitsbehörden

Aber auch wenn die immer wieder auftretenden Beschädigungen ärgerlich sind: Der Vandalismus auf Kinderspielplätzen sei derzeit kein sicherheitsbehördlicher Schwerpunkt, erklärt Simone Andruscheck.

Betroffen sind aber nicht nur die städtischen Spielplätze. Die Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg (Wobau) bewirtschaftet etwa 40 Spielplätze. Im Jahr 2019 sind 32 Fälle von Vandalismus auf Spielplätzen an die Wohngebäudeversicherung gemeldet worden. Im Jahr 2020 waren es 17 Fälle und im Jahr 2021 bisher acht Fälle. Die Tendenz sei hier also rückläufig.