Magdeburg l „Magdeburg wird inklusiv – wir sind dabei!“ Dieser Slogan ist für Julia Benscik und Nicole Bertram nicht nur eine Haltung, sondern auch Beruf. Als Teilhabe-Managerinnen wollen sie die Stadt Magdeburg in Sachen Inklusion voranbringen. Am 19. September luden sie daher zu einer Art Tag der offenen Tür im Familieninformationsbüro an der Krügerbrücke ein. Dort bieten sie ab sofort regelmäßig zweimal im Monat Sprechstunden zum Thema Inklusion an. Mit 20  Gästen kamen sie im Verlauf des Tages ins Gespräch. Viele seien bereits sensibilisiert, aber es gebe auch immer noch Menschen, die Desinteresse signalisieren würden. Dabei sei häufig nicht sichtbar, ob ein Mensch eine Beeinträchtigung habe.

Vor allem die seelischen Beeinträchtigungen haben die beiden Inklusionsmanagerinnen im Blick – schon bei Kindern und Jugendlichen, um präventiv wirken zu können. Barrieren gebe es zudem nicht nur baulicher Natur, sondern auch im Hinblick auf Sprache und Kommunikation, Bildung, Schule, Arbeit, Freizeit und Sport, Wohnen und grundsätzlich im gesellschaftlichen Leben. Ziel der Teilhabe-Managerinnen ist, hier zu sensibilisieren, damit Menschen mit Beeinträchtigungen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Inklusion sei wichtig. Doch für viele Menschen sei der Begriff noch ein fiktiver, der für sie weit weg sei, obwohl es jeden treffen könne, dass er auf inklusive Angeboten angewiesen sei, sagen die beiden Frauen am Rand ihrer Infoveranstaltung. Genutzt haben sie die Möglichkeit, um abzufragen, wo Menschen in Magdeburg Barrieren sehen. Die Erkenntnisse wollen sie in ihre Arbeit aufnehmen.

Sprechzeiten nach Vereinbarung

Das Projekt ist Bestandteil des landesweiten Programms „Örtliches Teilhabemanagement“ und mit Geld des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.

Ansprechbar sind die beiden Frauen auch zu den Sprechzeiten im Sozialamt am Wilhelm-Höpfner-Ring. Dienstags von 9  bis 12 Uhr und 14 bis 17.30 Uhr ist Sprechzeit. Aber außerhalb dieser Zeiten sind Beratungen möglich.