Bildung

Magdeburger bauen fleißig an ihren Schulen

Von Martin Rieß
Schulbau an der Pablo-Neruda-Straße in Magdeburg. Hier soll die Gemeinschaftsschule „Gottfried Wilhelm Leibniz“ einziehen.
Schulbau an der Pablo-Neruda-Straße in Magdeburg. Hier soll die Gemeinschaftsschule „Gottfried Wilhelm Leibniz“ einziehen. Foto: Martin Rieß

Magdeburg

In die Schulen Magdeburgs wird investiert. Das gilt sowohl für die Schulen in privater als auch in städtischer Trägerschaft.

Evangelische Sekundarschule: Die umfangreichsten Bauarbeiten im Bereich der privaten Schulen erfolgen in der Evangelischen Sekundarschule. Für diese wird an der Freien Straße das komplette Schulgebäude baulich neu gestaltet. Unter anderem standen seit Jahresbeginn Dämmarbeiten an der Fassade auf dem Programm. Die Schule ist wegen der Sanierung im Gebäude des Internationalen Stiftungsgymnasiums in der Alten Neustadt mit untergebracht.

Ökumenisches Domgymnasium: Ebenfalls im Gange sind Bauarbeiten am Ökumenischen Domgymnasium an der Hegelstraße. Hier wird ein neues Mensagebäude errichtet. Da wegen statischer Probleme im Untergrund ein Turmdrehkran wieder abgebaut werden musste, ist inzwischen ein Autodrehkran im Dauereinsatz.

Bau an den Grundschulen

Grundschule Brückfeld: Die Fertigstellung war in diesen Tagen angekündigt. Jetzt soll bis Sommer der bisherige Bau auf Vordermann gebracht werden.

Grundschule Diesdorf: An der erweiterten Grundschule Diesdorf werden Restarbeiten ausgeführt und Mängel abgearbeitet. Die Arbeiten für ein grünes Gartenzimmer und Stellplätze sollen Ende Mai abgeschlossen sein.

Grundschule Fliederhof: Nach dem Start der Arbeiten am 1. März lief alles nach Plan. Inzwischen liegt auch die Baugenehmigung für die Sporthalle vor.

Grundschule Moldenstraße: Der Bauantrag wurde erarbeitet und eingereicht. Notwendig ist der zur Klärung von Fragen rund um die Statik nur für den neuen Aufzug. Arbeiten an der Sporthalle werden vorgezogen.

Grundschule Ottersleben: Was lange währt, wird gut – möchte man für die Ottersleber hoffen. Denn seit vielen Jahren wurde über einen Standort für eine völlig neue Schule oder eine Erweiterung der bestehenden an der Richard-Dembny-Straße diskutiert. Nachdem das Nachbargrundstück auf dem alten Benneckenbecker Friedhof gekauft war, konnte es aber mit weiteren Planungsschritten, Aushub und archäologischen Untersuchungen in den alten Gruften weitergehen. Gesichert ist jetzt jedenfalls: Die beste Atmosphäre für eine Halloweenparty an Magdeburger Grundschulen wird es künftig hier geben. Jetzt jedenfalls sind Planer mit weiteren Vorbereitungen beauftragt. Der Baustart ist für September geplant. Im Sommer 2023 soll der Neubau neben der bestehenden Schule in Betrieb gehen.

Grundschule Pechauer Platz: Zuletzt stand der Bau der Überdachung auf dem Schulhof aus. Laut Kommunalem Gebäudemanagement wurden diese Arbeiten im April abgeschlossen. In den vergangenen Jahren war der Schulstandort in verschiedenen Etappen erneuert worden.

Grundschule Schanzenweg: Am Schanzeweg soll in Fermersleben eine neue Grundschule gebaut werden. Dafür läuft derzeit das Verfahren für einen Bebauungsplan. Zuletzt stand noch Geld für das Vergabeverfahren aus. Streit hatte es in der Vergangenheit um den Standort der Schule gegeben.

Grundschule Westerhüsen: Die Sporthalle wurde am 29. April 2021 ihrer Bestimmung übergeben. Damit lief der Bau schneller, als geplant. Für das Schulgebäude – das älteste bis heute in Magdeburg genutzte Schulhaus – steht die Sanierung samt Erweiterung noch aus. Die Abstimmungen mit den Nutzern seien erfolgt. Noch vor der Sommerpause soll die Entwurfsplanung also den Stadtrat passieren.

Grundschule Westring: Noch sitzt die Grundschule Westring gemeinsam mit der IGS „Willy Brandt“ tatsächlich am Westring. Doch für sie ist der Schulneubau an der Wilhelm-Kobelt-Straße in Nachbarschaft zur Hermann-Gieseler-Halle vorgesehen. Hier laufen laut dem Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement, das auch für den Bau an den übrigen kommunalen Schulen zuständig ist, die Arbeiten nach Plan. Unter anderem war in der Sporthalle für das Gebäude in diesem Monat der Prallschutz und der Sportboden ein Thema. Noch in diesem Jahr soll die Schule fertig sein. In Sachen Westringschule hatte es zuletzt eine Schrecksekunde für die Verantwortlichen gegeben, als mit dem verhinderten Poco-Investor der Kaufvertrag über das Schulgrundstück neu verhandelt werden sollte. Das Hin und Her in den Planungen und der schlussendlich Ausstieg der Steinhoffgruppe als Investor hat die Stadt am Ende einen sechsstelligen Betrag gekostet.

Gemeinschaftsschulen und Gymnasien

Gemeinschaftsschule „Ernst Wille“: Nach der Freigabe der Schule in Ottersleben waren noch alte Bodenbeläge auszutauschen gewesen. Dies, so das Kommunale Gebäudemanagement, ist inzwischen erfolgt. Bis Mitte Mai soll auch die Sporthalle fertig sein. Zur Ernst-Wille-Schule hatte es unter anderem Diskussionen um die Rettung eines Wandgemäldes gegeben.

Gemeinschaftsschule „Gottfried Wilhelm Leibniz“: Die Gemeinschaftsschule soll von der Hegelstraße in die Pablo-Neruda-Straße ziehen. Laut Kommunalem Gebäudemanagement laufen die Arbeiten nach Plan, das Bauunternehmen müsse sich aber bemühen, um den Fertigstellungstermin einhalten zu können. Das neue Gebäude der Schule hatte über Jahre leer gestanden.

Gemeinschaftsschule „Johann Wolfgang von Goethe“: Der Umzug zum Ausweichstandort an der Schilfbreite war in das dafür hergerichtete, ehemalige Gebäude der Berufsbildenden Schulen „Hermann Beims“ erfolgt. Diese waren kurz zuvor an ihren neuen Zweitstandort in der Bodestraße in Lemsdorf gezogen. Für die Goetheschule lagen die Planungen bereits vor, so dass der Baustart wie geplant erfolgen konnte.

Edithagymnasium: Sowohl die beiden Schulgebäude, die derzeit saniert werden, das neue Aula- und Foyergebäude, als auch die Sporthalle sollen im Somer fertig sein. Dies sei inzwischen Chefsache für das Kommunale Gebäudemanagement. Hintergrund: Die Schule braucht dringend neuen Platz für die fünften Klassen, die nachrücken. Die Herrichtung des Schulkomplexes am Lorenzweg ist eines der größten Schulbauprojekte in Magdeburg.

Schule des Zweiten Bildungswegs: Die Arbeiten an der Brandenburger Straße liegen im Plan. Hier hat die Schule des Zweiten Bildungswegs mit Kolleg und Abendgymnasium seinen Sitz. Die Schule ist derzeit an die Moldenstraße ausquartiert. Rund 180 Erwachsene nutzen die Schule als Weg zum Abitur neben Beruf und Familie.

Sportgymnasium: Das Außengelände des Sportgymnasiums an der Friedrich-Ebert-Straße soll neu gestaltete werden. Die Arbeiten sollen aber erst nach den Abiturprüfungen beginnen. Hier hatte es mehrerer Anläufe bedurft, um Auftragnehmer zu finden. Die Sanierung des Schulhofs hat sich erheblich verzögert.

TuS-Sporthalle: Die neue TuS-Sporthalle wird auch benötigt, damit der Schulsport an den Schulen westlich des Zoos planmäßig stattfinden kann. Hier gab es Schwierigkeiten, Auftragnehmer zu finden. Daher wurde das Vergabeverfahren verändert, damit es für kleinere Unternehmen attraktiver wird, sich zu bewerben.