Protest

Magdeburger Gärtner starten Plakat-Aktion

Der Protest der Magdeburger Gärtner wird mit einer Petition und Plakaten fortgesetzt. Die Stadt will auf Gartenland zwei Schulen bauen.

Von Christina Bendigs 20.12.2018, 15:02

Magdeburg l Als Teilerfolg werten Kleingärtner aus dem Süden und Osten der Stadt Magdeburg die Entscheidung des Bildungsausschusses, zwei neue Grundstücke für den Neubau von Schulen zu suchen. Die Stadtverwaltung Magdeburg hatte vor, in Fermersleben und Cracau zwei neue Grundschulen zu bauen – auf Gartenland – und damit kurz vor dem Jahreswechsel für helle Aufregung unter den betroffenen Kleingärtnern gesorgt.

Die meldeten sofort Protest an, unter anderem waren auch einige Kleingärtner zur Sitzung des Ausschusses am 19. Dezember 2018 gekommen. Protestplakate hatten sie zwar nicht mit und zeigten sich vor allem als aufmerksame Zuhörer, erklärte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Christian Hausmann im Volksstimme-Gespräch.

Er ergänzte außerdem, dass sich seine Fraktion (SPD) dafür entschieden habe, anstelle der Klosterbergestraße, die erst vorgeschlagen worden war, nach einem anderen Standort in Buckau zu suchen. „Schließlich ist der Schülerzuwachs in Buckau zu erwarten“, erklärte Hausmann. Die Variante, die Schule auf einem Teil des Fermersleber Friedhofes zu bauen, lehne seine Fraktion kategorisch ab.

Die Gärtner setzen derweil ihren Protest fort. Unter anderem sind bereits Plakate gedruckt worden, die in den nächsten Tagen in Magdeburg verteilt werden. Der Slogan: Gartenland ist kein Bauland.

Damit werben die Magdeburger auch für eine Online-Petition. 173 Interessenten haben bis Stand 19. Dezember 2018 am Abend ihre Stimme abgegeben. 2000 sollen es am Ende werden. Dann wird die Petition überreicht. Noch fünf Wochen können Stimmen abgegeben werden.

Der Stadtrat tagt am 24.  Januar 2019. Dann sollen die Räte entscheiden, ob sie dem von der Verwaltung erarbeiteten Grundsatzbeschluss zustimmen oder nicht. Oberbürgermeister Lutz Trümper hatte erklärt, dass das von den Kleingärtnern gepachtete Land weitgehend das einzige im Besitz der Stadt Magdeburg ist.