Magdeburg l Die ersten Konzerte haben bereits stattgefunden, am 7. Oktober 2018 um 16 Uhr wird in der Kirche des Klosters Unser Lieben Frauen die umgebaute Krypta offiziell eröffnet und ist dann nach gut anderthalbjähriger Bauzeit für die Öffentlichkeit zugänglich. Die kann vor allem die Ästhetik des ältesten Gebäudeteils vom Kloster genießen. Als Ausstellungsfläche sollen die Räume nicht genutzt werden, kündigt Museumsleiterin Annegret Laabs an. Vielmehr solle die Architektur selbst zur Geltung kommen.

Im Zuge der Umbaumaßnahmen wurde auch ein Raum zugänglich gemacht, der zu Zeiten errichtet wurde, als das Kloster von Prämonstratenser-Mönchen genutzt wurde. Die hatten gegenüber der Krypta eine Grabstätte für den heiligen Norbert, einst Bischof von Magdeburg, angelegt. In den Altar wurde dessen Sarg eingebaut. Er gilt als Reliquie, weil der Leichnam schon einmal dort gelegen hatte, ehe er ins Kloster Strahov in Tschechien gebracht wurde, wo der Bischof bis heute ruht.

Altar und Sarg blieben erhalten

Dieser Raum war bislang stark eingeschränkt, weil die Decke der Klosterkirche darüber gebaut worden war. Diese wurde nun aber höher gesetzt, so dass der Raum, in dem es ursprünglich wahrscheinlich auch ein Gewölbe aus Holz gegeben hatte, nun ebenfalls aufrecht betreten werden kann. Der Altar und der Sarg des heiligen Norbert sind erhalten. In dem Raum soll zukünftig eine Medienpräsentation des heiligen Norbert zu sehen sein. Auf dem in der Kirche entstandenen Podest wurde ein weiteres Kunstwerk integriert, das ebenfalls zu besichtigen sein wird.

Bilder

Und die Bauarbeiten am ältesten Gebäude der Stadt sollen fortgesetzt werden. Mit Geld aus dem Europäischen Förderprogramm Efre soll die Sanierung weiter vorangebracht werden, wie aus einer Drucksache der Stadtverwaltung hervorgeht. Der Nordflügel des Gebäudes und der Innenraum der Klosterkirche sollen instand gesetzt werden.

Kosten liegen bei 8,2 Millionen Euro

Die Kosten liegen insgesamt bei etwa 8,2  Millionen Euro. Der Eigenanteil ist bereits in den Haushalt eingestellt worden. Die Anträge für das Fördergeld wurden noch im September eingereicht. Das Ende der Bauzeit ist für den 31.  Dezember 2021 vorgesehen. Bis 31.  Dezember des darauffolgenden Jahres muss die Abrechnung erfolgt sein. Um die Termine einhalten zu können, soll eine verkürzte Planungsphase geschaffen werden. Unter anderem soll auf die Beteiligung des städtischen Bauausschusses bei der Drucksache zur Vorplanung verzichtet werden. Die Beschlüsse müssten dann zügig im Stadtrat behandelt werden. Die entsprechende Genehmigung hat der Oberbürgermeister Lutz Trümper erteilt.