Magdeburg l Die Fahrzeuge wurden vom Hersteller MAN geleast. Noch fehlen die Fahrkartenautomaten an Bord. Sie müssen noch geliefert werden und sollen im Januar eingebaut werden. Wie MVB-Sprecher Tim Stein mitteilte, sollen den Fahrgästen dadurch aber keine Nachteile entstehen. Sprich: Wer sich in einem der Busse wegen der fehlenden Automaten keinen Fahrschein kaufen kann, soll nicht zur Kasse gebeten werden.

Klar ist aber auch: Wer von einem der neuen Busse in ein anderes Fahrzeug des Marego-Vebrunds umsteigt, zu denen neben den Bussen und Straßenbahnen der Magdeburger Verkehrsbetriebe auch die Züge im Regionalverkehr im Umkreis der Landeshauptstadt und die Regionalbusse aus den benachbarten Landkreisen gehören, muss sich spätestens für diese einen gültigen Fahrschein besorgen. Kaufen kann man an den Fahrkartenautomaten des Marego-Verkehrsverbunds neben den Einzeltickets unter anderem Tages- und Zeitkarten sowie Anschlusstickets für Nutzer von Zeitkarten, die mit dem öffentlichen Personennahverkehr den Geltungsbereich ihres Tickets verlassen möchten.

26 neue Busse sollen gekauft werden

Notwendig geworden war die Anschaffung der neuen Bus aus zwei Gründen. Zum einen haben die Verkehrsbetriebe die Buslinie 66 wiederbelebt. Zu DDR-Zeiten hatte diese Westerhüsen mit Sohlen verbunden, war aber kurz nach der Wende in den 1990er Jahren eingestellt worden. Die neue Linie 66 ist deutlich länger. Sie verbindet Westerhüsen nicht nur mit Sohlen, sondern auch mit Beyendorf und mit dem Bördepark in Reform.

Neben der neuen Linie, für die Fahrzeuge benötigt werden, müssen auch immer wieder Fahrzeuge ersetzt werden, die in die Jahre gekommen sind. Im Einsatz haben die Verkehrsbetriebe neben neueren Fahrzeugen des polnischen Herstellers Solaris auch MAN-Busse. Bereits ausgemustert wurden Mercedes-Busse, die nach der Wende angeschafft wurden. Zusammen mit den vier neuen Bussen verfügen die Magdeburger Verkehrsbetriebe über 30 Standardgelenkbusse, 29 Standardlinienbusse und zwei Minibusse für den normalen Linienbetrieb sowie über einen Doppelstockbus für Stadtrundfahrten. Derzeit rollen die Busse im Tagesverkehr auf 14 Linien mit einer Gesamtlänge von mehr als 105 Kilometern.

Busflotte wird verjüngt

Die MVB planen jedenfalls, in den kommenden beiden Jahren die Busflotte deutlich zu verjüngen. Es sollen insgesamt 26 neue Busse beschafft werden. Die Ausschreibung dazu wird derzeit vorbereitet. Bei den vier neuen Bussen des Herstellers MAN handelt es sich um Fahrzeuge vom Typ „Lions City“. Sie sind mit Efficient-Hybrid-Dieselmotoren ausgestattet. Damit hat erstmals E-Mobilität Einzug bei den Bussen der MVB gehalten. Eine technische Besonderheit ist der verbaute Motor der Busse.

Die Hauptkomponente ist ein verschleißfreier Elektromotor, der zwischen Motor und Getriebe eingebaut ist. Dank dieses Generators wird die Energeieffizienz deutlich erhöht. Das Anfahren erfolgt elektrisch. Beim Bremsen wird die anfallende Energie in elektrische Energie umgewandelt, und dank der Stopp-Start-Funktion schaltet der Dieselmotor automatisch im Stand ab – zum Beispiel, wenn das Fahrzeug an der Haltestelle hält. „Der Kraftstoffverbrauch und die Schadstoff- und Geräuschemissionen sind somit deutlich geringer“, erläutert MVB-Sprecher Tim Stein.

Die vier neuen Standardlinienbusse sind zwölf Meter lang und bestechen durch ihr schnittiges Design und besseren Komfort für die Fahrgäste. So sind die Fahrzeuge mit einer Klimaanlage für den Fahrgastraum ausgestattet, die das ganze Jahr über angenehme Temperaturen verspricht. Ebenfalls an Bord ist eine LED-Ambientebeleuchtung.