Magdeburg l Der Ersatzneubau des Funktionsgebäudes auf dem Sportareal Seilerwiesen nimmt im Stadtpark Magdeburg immer mehr Form an. Im vierten Quartal 2018 soll das Haus fertiggestellt sein, um das Stadt und Investitionsbank (IB) als Fördermittelgeber gerungen hatten.

Lange gab es unterschiedliche Auffassungen darüber, ob der Ersatzbau aus Gründen der Hochwasserprävention buchstäblich auf Stelzen gestellt werden kann oder nicht. Nicht unwichtig, schließlich war der Vorgängerbau mehreren Hochwasserlagen ausgesetzt. Das als Jahrhunderthochwasser im Sommer 2013 betitelte Hochwasser gab dem Flachbau samt Sportgaststätte vor fünf Jahren den Rest, wenn man so will. Inneneinrichtung, Heizungs- und Elektroanlage waren zerstört, Schimmel machte sich breit, ein Totalschaden wurde festgestellt und der Abriss beschlossen.

Neues Haus kostet 1,9 Millionen Euro

Der Bau des neuen Domizils kostet 1,9 Millionen Euro und wird laut Stadtsprecherin Kerstin Kinszorra unter nachhaltigen und ökonomischen Aspekten zumgesetzt. Das Haus wächst dank Aufstelzung in die Höhe, die Gesamtnutzungsfläche wird dabei allerdings kleiner, die Funktionen des alten Baus werden aber auch künftig vorgehalten.

Bei der Planung ist eine Optimierung der Nutzungsfläche vorgenommen worden, so die Sprecherin: „Durch die Aufstelzung können zukünftig die Flächen unter dem Gebäude für die Lagerung von Geräten und Material genutzt werden. Räumlichkeiten wie Lager, Sportgeräteraum und Werkstatt konnten dadurch eingespart werden.“

Gaststätte wird kleiner als zuvor

Dies gilt nicht für die in Sportlerkreisen bekannte Gaststätte. Auch künftig gibt es einen Bereich unter dem Dach des Funktionsgebäudes, der gastronomisch genutzt werden kann. Dieser Raum wird allerdings deutlich kleiner ausfallen als bisher. Umfasste der Gemeinschaftsraum vor dem Abriss 96 Quadratmeter, sind es im neuen Objekt 65 Quadratmeter. Aktuell verhandelt die Stadt Magdeburg mit dem bisherigen Pächter Ronald Blom über einen neuen Pachtvertrag.

Im Raum steht dabei eine deutliche Erhöhung der Pacht, was in der Sportszene eifrig diskutiert und von der Stadt Magdeburg weder bestätigt noch dementiert wird. Man stehe noch in Verhandlungen, daher könne keine Aussage dazu getroffen werden, heißt es von Kerstin Kinszorra auf konkrete Nachfrage. Auch Blom möchte sich dazu nicht äußern. Er hoffe, dass die Rahmenbedingungen einen Verbleib ermöglichen.

Pachtvertrag 2013 verlängert

Seit 1995 ist er das Gesicht der bekannten Sportgaststätte „Seilerwiesen“ und Ansprechpartner für die am Standort beheimateten Vereine. Unmittelbar nach dem Hochwasser im Sommer 2013 hatte Blom seinen Pachtvertrag um zehn Jahre verlängert. Damit setzte er ein Zeichen, dass sich eine Investition der Stadt lohnen würde und es an den Seilerwiesen weitergehen solle.