Magdeburg l Verwirrung um Corona-Zahlen in Magdeburg: Während das Sozialministerium am Mittwoch einen 7-Tage-Inzidenz-Wert von 28,62 für die Landeshauptstadt übermittelt, liegt dieser Wert laut Auskunft der Stadt Magdeburg schon weit darüber, nämlich bei 34,1. Das bedeutet Warnstufe Rot! Von einer geringfügigen Abweichung wegen unterschiedlicher Übermittlungszeiten kann hier nicht mehr die Rede sein. Doch wie werden die Werte überhaupt ermittelt?

Mit Blick auf die vermeldeten Zahlen der vergangenen Tage ergibt sich folgendes Bild: Am 15. Oktober übermittelte das Ministerium 435 Fälle für Magdeburg. Am 21. Oktober waren es insgesamt 515 Fälle. Das heißt: Innerhalb von sieben Tagen wurden in der Landeshauptstadt 80 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Geht man wie das Robert-Koch-Institut von einer Einwohnerzahl von 237.565 aus (Stand 31.12.2019, Statistisches Landesamt) liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert bei 33,67 (80/237.565*100.000).

Aufklärung zur Berechnung des Wertes könnte es am Donnerstag geben. Zum frühen Nachmittag haben Oberbürgermeister Lutz Trümper und Amtsarzt Dr. Eike Hennig zu einer Pressekonferenz geladen.

Unterdessen muss man in der Fieberambulanz in der Brandenburger Straße zu Stoßzeiten wieder mit Wartezeiten rechnen. Am Mittwoch haben sich hier 228 Personen testen lassen. Das teilte die Kassenärztliche Vereinigung auf Volksstimme-Nachfrage mit. In der mobilen Ambulanz seien weitere 27 Tests durchgeführt worden. Ein Ergebnis liege jeweils 24 Stunden später vor, sofern "der Test bis in die frühen Nachmittagsgsstunden abgenommen wurde", heißt es.