Magdeburg l Auf 17 ist die Zahl der Corona-Todesfälle in Magdeburg gestiegen. Damit sind an einem einzigen Tag drei Fälle hinzugekommen. Das gaben Sozialministerium und Robert-Koch-Institut am Montagabend bekannt.

Weitere Informationen? Fehlanzeige. Die Stadt Magdeburg verweist nach einer Anfrage lediglich auf eine Pressekonferenz am Mittwoch, 13 Uhr. Vorher gebe es keine Informationen über beispielsweise das Alter der Verstorbenen. Damit bleibt vorerst auch unklar, ob es sich bei den Betroffenen um Bewohner eines Pflegeheims handelt oder um Patienten aus anderen Häusern. Im städtischen Klinikum gab es in jüngster Vergangenheit keine Corona-Todesfälle, sagte eine Sprecherin gegenüber der Volksstimme.

Oberbürgermeister Lutz Trümper hatte sich in der Vorwoche empört darüber gezeigt, dass bei gleich zehn Bewohnern und drei Mitarbeitern eines Pflegeheims das Coronavirus nachgewiesen worden war. Einer der Bewohner war laut Trümper am Mittwoch vergangener Woche verstorben. Es war der 13. Corona-Todesfall in Magdeburg. Am Tag danach meldete das Ministerium den 14. Todesfall. Doch auch zu diesem Fall blieben konkrete Nachfragen an die Stadtverwaltung bislang unbeantwortet. Dem Ministerium selbst lägen keine genauere Angaben vor, heißt es von dort.

33 neu Corona-Fälle meldete die Stadt am 1. Dezember auf ihrer Webseite. Die Gesamtzahl stieg damit auf 1634. Der gestiegene Inzidenz-Wert liege bei 63,14.

Am Montagmorgen löste die Bundespolizei in einem verlassenen Bunker in Magdeburg-Rothensee eine illegale Corona-Drogen-Party mit neun Teilnehmern auf. Am Montagabend schritt die Polizei in Magdeburg-Stadtfeld bei einem nicht genehmigten Aufzug gegen die Corona-Regeln ein. Die unangemeldete Versammlung wurde untersagt.