Magdeburg l Der neue Magdeburger Stadtrat – gewählt am 26. Mai 2019 – ist seit 4. Juli offiziell im Amt. Auf der konstituierenden Sitzung im Magdeburger Rathaus wurden die neuen Stadträte vereidigt und mussten sogleich einen unangenehmen Beschluss in eigener Sache fällen: Das amtliche Wahlergebnis vom Mai ist nicht komplett gültig. Etwa eintausend Wähler aus Magdeburg-Nord werden erneut an die Wahlurne gerufen, weil beim Wahlgang im Mai die Stimmzettel vertauscht worden waren. Auf die neue Machtverteilung im Magdeburger Rathaus, bei der CDU (10 Mandate), SPD, Grüne, Linke (alle 9) und AfD (8) fast gleich große Lager bilden, hat die Neuwahl sehr wahrscheinlich keinen Einfluss mehr.

Ratsvorsitz für die CDU

Mit Spannung erwartet wurde der Ausgang der Wahl des neuen Stadtratsvorsitzenden. Die CDU, die in einer Gemeinschaftsfraktion mit der FDP (zusammen 13 Mandate) das größte Ratslager stellt, hatte den Posten für sich reklamiert und ihr Mitglied Michael Hoffmann dafür ins Rennen geschickt. Die Grünen – gemeinsam mit den beiden Abgeordneten der Magdeburger Kleinpartei future! zweitstärkste Ratsfraktion (11 Sitze) – konterten mit der Nominierung des Mathematik-Professors Alexander Pott aus ihren Reihen. Gewählt wurde Hoffmann. Auf ihn entfielen 30 Stimmen. 21 Ratsmitglieder hätten lieber den Grünen Alexander Pott auf dem Posten gesehen. Der wurde nun zum ersten Stellvertreter gewählt. Zweiter Stellvertreter wurde Norman Belas von der SPD.

Bilder