Magdeburg l 2480 Personen haben sich in einer Online-Petition unter dem Titel „Fahrradstadt Magdeburg. Jetzt!“ für ein Umsteuern in der Verkehrspolitik in der Landeshauptstadt Magdeburg ausgesprochen. Und damit hat die Radlobby rund um den ADFC Magdeburg ihr erstes Etappen-Ziel geschafft: Das sogenannte Quorum ist erreicht.

2000 Stimmen waren hierfür nötig. Die Plattform openPetition wird nun von den zuständigen gewählten Vertretern eine Stellungnahme zur Petition einholt – in diesem Fall von Oberbürgermeister Lutz Trümper.

Acht Euro pro Radfahrer gefordert

Laut dem Vorstandsvorsitzenden des ADFC Magdeburg Norman Dreimann beteiligten sich nicht nur Radfahrende an der Petition, sondern auch viele Menschen aus dem Magdeburger Umland: „Wir sehen, dass viele Menschen aus dem Umland unterschrieben haben. Darunter sind auch viele Einpendler, die selbst auf das Auto angewiesen sind, es aber gut finden würden, wenn mehr Magdeburger Fahrrad fahren, weil sie selbst dann deutlich weniger Probleme hätten in die Stadt zu kommen.“

Ende April 2017 hatte der Fahrradclub seine Kampagne „Fahrradstadt Magdeburg. Jetzt!“ für eine Verbesserung des Radverkehrs gestartet. Die Petition umfasst fünf Forderungen: eine bessere Fahrradinfrastruktur, einen Radverkehrsanteil von 40 Prozent zu erreichen, die Etablierung eines Radverkehrsbeauftragten und das Ziel, keine Verkehrstoten mehr zu haben sowie acht Euro pro Einwohner und Jahr in den Radverkehr zu investieren.

Radverkehr fehlt im Magdeburger Haushalt

Ein Haushalt für den Radverkehr ist die Kernforderung der Petition, mit der alle anderen Ziele verwirklicht werden sollen. Der ADFC will erreichen, dass die vom Bundesverkehrsministerium im Nationalen Radverkehrsplan geforderten 8 Euro pro Einwohner und Jahr für den Radverkehr auch im Magdeburger Haushalt eingeplant werden. Bisher gibt es das hier nicht.

Auch wenn die Petition ihr Ziel bereits erreicht hat, will der ADFC noch weitere Unterschriften sammeln.

Petition läuft bis Oktober 2017

„Natürlich ist die Zielsetzung die maximale Anzahl an Stimmen zu erhalten, um das Problem deutlich zu machen. Deswegen wollen wir bei den 2000 Unterschriften nicht stehen bleiben, sondern sammeln jetzt noch bis zum Ende weiter“, so Dreimann. Weitere Mitzeichner können die Petition noch bis zum 11. Oktober 2017 unterstützen.