Magdeburg l Gegenwärtig geht die Stadtverwaltung Magdeburg davon aus, dass die Sanierung des Barleber Sees am 1. Juni 2019 beginnt. Hundertprozentig sicher ist das aber noch nicht, wie der zuständige Beigeordnete Matthias Puhle in einer Stellungnahme einräumt. Gartenpartei-Stadtrat Roland Zander hatte zuvor noch einmal ganz genau wissen wollen, warum der zunächst avisierte Starttermin im März nicht eingehalten wurde. Schließlich sei das so im Dezember 2018 vom Stadtrat Magdeburg beschlossen worden, argumentiert er.

Dies sei mitnichten so gewesen, weist Puhle ihn zurecht. Ein konkreter Termin für den Beginn der Maßnahme wurde damals nicht beschlossen, erklärt er. Vielmehr hatte die Verwaltung bereits darauf hingewiesen, dass der beigefügte Zeitplan „sehr ambitioniert“ sei. Innerhalb von drei Monaten sollte die Vergabe gelaufen sein. Mit den gesetzlichen Fristen war das aber ausgeschlossen, sagt Puhle nun.

Ausschreibung im Februar 2019

Vielmehr konnte die europaweite Ausschreibung für die Sanierungsarbeiten erst am 1. Februar starten. Zuvor hatte das Land bereits 300.000 Euro Fördermittel zur Verfügung gestellt. Experten hatten ohnehin den Beginn für kommenden Herbst empfohlen. Weil aber nicht noch eine Badesaison den seit 2016 verstärkt auftretenden Blaualgen überlassen werden sollte, strickte die Verwaltung den engen Zeitplan.

Die mittlerweile eingereichten Angebote werden jetzt geprüft. Voraussichtlich am 14. Mai 2019 soll der Vergabeausschuss den Zuschlag erteilen, damit zwei Wochen später die Maßnahme beginnen kann – vorausgesetzt die Angebote halten der fachlichen und rechnerischen Prüfung stand. Anderenfalls müsste neu ausgeschrieben werden und die Sanierung im Sommer wäre vom Tisch.

Erneut Badeverbote möglich

Dabei werden über 1000 Tonnen Aluminiumsalz in das Wasser gebracht. Dadurch soll der extrem hohe Phosphorgehalt gesenkt werden – Hauptnährstoff der Blaualgen. Bis 19. August würde dies bei einem Start am 1. Juni dauern. Ist es so warm wie im Vorjahr, wird bis dahin „das Auftreten der Blaualgen nicht zu vermeiden sein“, so Puhle. Trotz Sanierung soll man ins Wasser gehen können. „Ein generelles Badeverbot wird vorerst nicht ausgesprochen. Gleichwohl wird es an einigen Tagen nicht zu verhindern sein“, erklärt er.