Magdeburg l Bei dieser Durchsuchung mussten sogar die Experten zweimal hinschauen. Am Dienstagmorgen stürmte ein Spezialeinsatzkommando (SEK) in Magdeburg eine Wohnung im Schwarzkopfweg. Da der Eigentümer der Wohnung nicht zu Hause war, übergaben die Elitepolizisten den Tatort an die Kriminalpolizei und diese war fast acht Stunden beschäftigt.

Grund für die Durchsuchung war der Verdacht des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Die Gesetzesbrüche soll der 33-jährige Wohnungsinhaber begangen haben. Da dieser jedoch nicht anzutreffen war, befindet er sich weiterhin auf freiem Fuß.

Am Nachmittag brachten Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes die beschlagnahmten Objekte nach draußen. Dabei handelte es sich unter anderem um eine manipulierte russische Luft-Luft-Rakete, sowie Minen und Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Auch zwei Panzerfäuste wurden sichergestellt.

Die Polizei will nun in den kommenden Tagen klären, wie gefährlich die sichergestellten Waffen sind.

Update: Eine Nachfrage bei der Polizei am 13. November ergab: Es bleibt noch ein Rätsel.

Es war nicht der erste SEK-Einsatz im November 2019 in Magdeburg. Die Spezialeinheit der Polizei stürmte bereits ein Haus. Dabei ging es um Drogenhandel.