Magdeburg l Der Fund zahlreicher Kriegswaffen in der Wohnung eines 33-jährigen Magdeburgers am Dienstag in Cracau bleibt noch ein Rätsel. Auf Nachfrage konnte die Polizei am Mittwoch noch keine Auskunft geben, ob es sich bei den diversen beschlagnahmten Granaten, Minen, Panzerfäusten und einer gefundenen Luft-Luft-Rakete um Attrappen oder um teils scharfe Waffen gehandelt hat. Die beschlagnahmten Gegenstände sollen eingehend geprüft werden, hieß es.

Experten des Landeskriminalamtes und des Kampfmittelbeseitigungsdienstes hatten in der Wohnung eines 33-jährigen Magdeburgers in Cracau zahlreiche Gegenstände aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg gefunden und sichergestellt. Mehrere Kisten füllten die Gegenstände, die mit einem Lkw und einem Kleintransporter abtransportiert wurden.

Der 33-jährige Magdeburger war zum Zeitpunkt der Durchsuchung nicht zu Hause. Nach Informationen der Redaktion hat er sich aber am 13. November 2019 bei der Polizei eingefunden, um sich zu dem Sachverhalt zu äußern. Zum Stand der Ermittlungen und wie die Polizei, die auf Beschluss der Staatsanwaltschaft die Durchsuchung vollzogen hat, auf den 33-Jährigen aufmerksam wurde, wollte Heidi Winter, Sprecherin des Polizeireviers Magdeburg, am Mittwoch mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nichts sagen. Gegen den Mann wird wegen möglichen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt.