Das sagt die Polizei

Nur Erwachsene (ab 18 Jahre) dürfen zum Jahreswechsel Silvesterfeuerwerk nutzen

(Feuerwerk der Kategorie F 2). Kleinstfeuerwerk darf schon von Personen ab 12 Jahren abgebrannt werden und dies das ganze Jahr über.

Feuerwerk der Kategorien

F3 und F4 dagegen darf nur mit besonderer behördlicher Erlaubnis verkauft, besessen und abgebrannt werden.

Silvesterfeuerwerk darf in den Geschäften nur an den letzten drei Tagen des Jahres und nur an Erwachsene verkauft werden. Eine Zuwiderhandlung ist nach dem Sprengstoffgesetz strafbar.

Geprüfte und zugelassene Böller sind an einem amtlichen Zulassungszeichen (CE-Zeichen) zu erkennen. In Deutschland darf nur zugelassenes Feuerwerk gekauft und abgebrannt werden.

Magdeburg l Durch einen illegalen Böller ist in der Nacht von Montag zu Dienstag eine leerstehende Wohnung an der Ansbacher Straße stark beschädigt worden. Die Pyrotechnik wurde auf dem Fensterbrett gezündet. Dabei wurden Fenster, Rollladen und der Putz beschädigt. Dadurch entstand laut Feuerwehr ein Gebäudeschaden von 2000 Euro. Durch die umherfliegenden Teile wurde auch ein Auto, das vor dem Haus parkte, beschädigt. Auch hier soll der Schaden mehr als 1000 Euro betragen. Personen wurden nicht verletzt. Um was für Pyrotechnik es sich gehandelt hat, ist laut Polizei noch unklar.

Über dem Tatort wohnt eine junge Frau mit ihren Kindern. Zum Zeitpunkt der Explosion war die Familie nicht zu Hause. Anwohner berichteten, dass der Knall ohrenbetäubend und im gesamten Stadtteil zu hören gewesen sei.

Gerade kurz vor dem Jahreswechsel verzeichnet die Polizei wieder einen sprunghaften Anstieg bei Straftaten mit Feuerwerkskörpern. In der selben Nacht, als die Attacke auf die Wohnung an der Ansbacher Straße stattfand, brannten auch mit Restmüll gefüllte Container an der Genthiner Straße. Auch hier wird geprüft, ob Pyrotechnik Brandauslöser war.

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Verbotene Knaller

Die Polizei rät davon ab, illegale Pyrotechnik aus dem Ausland mitzubringen – sondern nur zertifizierte Ware in Deutschland zu kaufen. Der Verkauf dafür startete auch an zahlreichen Stellen in Magdeburg am Dienstag.

Nicht geprüfte und nicht zugelassene Böller sind in Deutschland verboten. Besitz, Weitergabe und Abbrennen sind gemäß Sprengstoffgesetz strafbar. Es drohen Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren oder Geldstrafen bis zu 50 000 Euro. Offiziell dürfen Feuerwerkskörper auch erst ab dem Silvestermorgen gezündet werden. Es gibt auch Orte, die selbst dann noch Tabu sind. Verboten ist das Abbrennen beispielsweise vor Krankenhäusern, Kirchen und Altenheimen.

Grundsätzlich gilt: Schäden durch Pyrotechnik sollten umgehend der Versicherung gemeldet werden. In den meisten Fällen kann der Schaden durch die Hausrat-, Wohngebäude- oder Unfallversicherung reguliert werden.