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Silvia aus Spanien packtin Magdeburg mit an

09.04.2013, 08:26

Bei einem Auslandsaufenthalt könnt ihr viele spannende Erfahrungen sammeln. Eine Möglichkeit ist der Freiwilligendienst, bei dem ihr gleichzeitig etwas Gutes tun könnt, so wie Silvia Sánchez.

Magdeburg l Silvia Sánchez hat sich dafür entschieden. Die 24-Jährige hat ihre Heimat in Saragossa in Spanien verlassen, um neue Erfahrungen zu sammeln und etwas anderes zu sehen. Anderthalb Jahre nach dem Abschluss ihres Psychologiestudiums wollte sie mehr über Jugendarbeit im deutschsprachigen Ausland lernen.

Seit ein paar Wochen lebt sie nun in Magdeburg und macht für ein Jahr ihren Freiwilligendienst bei der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt (Agsa). Sie findet vor allem die Arbeit mit Jugendlichen aus verschiedenen Ländern interessant. Aber auch die Sprache war für Silvia entscheidend bei der Wahl ihres Freiwilligendienstes. "Ich wollte meinen Freiwilligendienst in Deutschland machen, um mein Deutsch zu verbessern", sagt sie. Deutsch kann sie bereits, weil sie innerhalb ihres Studiums für ein Jahr in Heidelberg war. Aber um noch besser zu werden, besucht sie einmal in der Woche einen Deutschkurs.

Im einewelthaus arbeitet Silvia an der Realisierung des internationalen Projektes Eurocamp, das im Sommer in Ottersleben mit mehr als 80 Jugendlichen aus ganz Europa stattfindet, mit. Im Eurocamp arbeiten die Jugendlichen in Gruppen zum Thema Medien. Jede Gruppe setzt sich mit einem anderen Aspekt, z.B. Fotografie, auseinander. "Ich freue mich schon jetzt darauf, mit vielen jungen Leuten zusammenzuarbeiten", erzählt Silvia Sánchez. Zu ihren Aufgaben im einewelthaus zählt auch die Unterstützung des Sprachcafés. Zweimal im Monat findet der Fremdsprachentreff statt, bei dem Muttersprachler und Fremdsprachenlernende willkommen sind. International geht es auch bei Silvia zu Hause zu, denn sie wohnt in einer WG zusammen mit anderen Freiwilligen aus verschiedenen europäischen Ländern.

Obwohl sie Deutschland schon kannte, fallen ihr immer wieder Eigenarten auf. Komisch waren für sie die Mülltrennung, kein Vorzeigen des Tickets im Bus und das andere Zeitverständnis. In Spanien gibt es keinen festen Fahrplan für öffentliche Verkehrsmittel. In Magdeburg kommen sie aber tatsächlich pünktlich", findet die freiwillige Helferin. In ihrer verbleibenden Zeit in Magdeburg will die junge Spanierin noch viel erleben. So will sie durch ihre Arbeit bei der Agsa noch mehr über Jugendarbeit erfahren. In Spanien hatte sie schon in einem Jugendverein Veranstaltungen geplant. Bei ihrem Projekt kann sie auch viel über den Einsatz von Medien lernen. Vor allem auf den Frühling in Magdeburg freut sie sich. Viel Zeit will sie dann im Stadtpark verbringen. "Ich wohne in Spanien in einer sehr trockenen Gegend. Deswegen freue ich mich darauf, wenn es hoffentlich bald schön grün ist", sagt Silvia.