Magdeburg l Braucht die Stadt Magdeburg ein Hochhauskonzept? Wenn es nach Einschätzung der Fraktion CDU/FDP/BfM geht, dann schon. Die Fraktion will die Verwaltung beauftragen, zu prüfen, ob die Erstellung eines Hochhauskonzeptes für die Stadt Magdeburg notwendig sei.

Magdeburger Dom soll weithin sichtbar sein

Für die Antragsteller ist wichtig, dass der Dom weiterhin für Magdeburg kenntlich sein sollte. Das städtische Hochhauskonzept könnte aufzeigen, in welchen Bereichen Hochhäuser künftig möglich wären und das Stadtbild ergänzen würden. Das Konzept könnte gestalterische Ziele für stadtbildprägende Gebäude festlegen und sollte auch stadtbildprägende Achsen berücksichtigen. Hintergrund sei der Bauboom, der sich nach Ansicht der Antragsteller fortsetzen werde.

Aktuell sind die Höhen bei Bauprojekten wie dem Luisenturm der Magdeburger Wohnungsbaugenossenschaft (MWG) eine Einzelfallentscheidung, wie es von der Genossenschaft heißt. Konkret bedeutet das, dass Pläne aufgestellt und deren Machbarkeit dann bei der Stadt Magdeburg angefragt werden. Mit dem Konzept soll vereinfacht und festgelegt werden, in welchen Bereichen welche baulichen Festlegungen für Häuser ab einer Höhe von 21 Metern (werden dann als Hochhäuser gewertet) gelten.

Noch keine Höhenbegrenzung in Magdeburg

Derzeit gebe es keine Festlegung, bis zu welcher Höhe ein Bauwerk maximal ragen könne. Der Magdeburger Dom als Wahrzeichen und mit seiner Höhe von 104 Metern als das höchste Bauwerk der Stadt sollte nicht übertroffen werden, so ein ungeschriebenes Gesetz.

Die „Luise“ an der Erzbergerstraße wächst in den kommenden Monaten 61,5 Meter in die Höhe. Eine Hochhausdiskussion ist im Rahmen der geplanten Bebauung des Kleinen Stadtmarschs auf dem Werder entbrannt. Man werde sich an den Tangenten und Sichtachsen zum und auf den Dom orientieren beim Bau des „Tores zum Park“, wie MWG-Vorstand Thomas Fischbeck das anvisierte neue Viertel beschreibt, und mit einer Höhe von etwa 60 Metern für die Wohntürme arbeiten.

Keine Auskunft der Stadtverwaltung

Auch bei der Stadtverwaltung Magdeburg fragte die Volksstimme unter anderem nach Bauhöhenbegrenzungen, eventuellen gesetzlichen Vorgaben dazu und ob grundsätzlich der Magdeburger Dom mit Neubauten im Hinblick auf die Höhe übertroffen werden dürfe oder nicht. Die Stadtverwaltung beantwortete diese Fragen trotz mehrfachen Nachfragens nicht und verwies stattdessen auf die Sitzung des Stadtrates. Die Sitzung beginnt am 24. Januar 2019 um 14  Uhr im Rathaus.