Magdeburg l Die Magdeburger sind ja generell einiges gewöhnt, was Baustellen angeht. Seit Monaten, wenn nicht Jahren, ist schließlich gefühlt die ganze Stadt eine einzige Umleitungsstrecke. Nun ist in der Otto-von-Guericke-Straße eine neue Baustelle hinzugekommen, die aufgrund ihrer Verkehrsführung für Irritationen bei Autofahrern sorgt.

Schwieriges Einordnen

Dabei gibt es dort keinen kilometerlangen Umweg durch andere Stadtteile, sondern lediglich wenige Meter Baustelle, die im Bereich zwischen Großer Münzstraße und Julius-Bremer-Straße umfahren werden müssen. Das stellt aber offenkundig viele Autofahrer vor Probleme. Mit jedem Schwung Autos, der von der Ernst-Reuter-Allee kommt, gibt es Schwierigkeiten beim Einordnen in die gelb markierten Spuren für die Weiterfahrt. Hupen gehört oft zum guten Ton. Ein Unfall scheint nur eine Frage der Zeit.

Grund der Baustelle ist die Sanierung des Gehweges in diesem Bereich, wie Rathaussprecher Michael Reif auf Volksstimme-Anfrage erklärt, weil es dort gravierende Schäden gegeben hat. Die Arbeiten haben in der Vorwoche begonnen. Zuvor hatte die Sperrkommission die gewählte Verkehrsführung genehmigt. Beschwerden oder gar Unfälle seien der Verwaltung bislang nicht bekannt. Auch die Polizei hat bislang noch keinen Unfall aufnehmen müssen, wie Sprecherin Heidi Winter bestätigt.

Neues Tempo-30-Schild

Dessen ungeachtet hat die Verwaltung bereits nachgebessert. „Die gelben Sperrlinien im Ausgangsbereich der Umfahrung wurden verlängert“, erklärt Michael Reif. Außerdem soll die beauftragte Absperrfirma kurzfristig ein zusätzliches Tempo-30-Schild aufstellen. Gut zwei Monate haben die Autofahrer jetzt Zeit, sich an diese Verkehrsführung zu gewöhnen, so lange soll die Gehwegsanierung dauern.

Das richtige Einordnen kann unterdessen an einer weiteren Baustelle nur wenige Meter weiter südlich geübt werden. Denn die Städtischen Werke Magdeburg (SWM) haben bereits die nächst Einschränkung angekündigt. Ab kommenden Montag, 2. September, werden auf der Kreuzung Otto-von-Guericke- Straße/Ernst-Reuter-Allee die durchgehenden Fahrspuren in Richtung Uniplatz von zwei auf eine reduziert. Grund hierfür ist die Erweiterung einer bereits bestehenden Baugrube an der Weinarkade. Dort soll ein Kanal saniert worden, wofür Vorbereitungen getroffen werden. Diese Arbeiten sollen voraussichtlich rund zwei Wochen in Anspruch nehmen.