Magdeburg l Mitte Oktober 2020 rückten die Bautrupps im Auftrag der Städtischen Werke Magdeburg (SWM) in der Friesenstraße an. In dem Abschnitt zwischen Goethestraße und Olvenstedter Straße muss eine Trinkwasserleitung erneuert werden. Die Straße ist seitdem komplett gesperrt, nur Bagger und Baustellen-Lkw kommen noch durch.

Bis März kommenden Jahres müssten sich die Anwohner theoretisch gedulden, so lange soll die Baumaßnahme noch dauern. Doch wie sich jetzt herausstellt, gehen die Arbeiten in der Friesenstraße in die Verlängerung. Denn im Anschluss an die SWM wird das städtische Tiefbauamt aktiv.

 „Es ist geplant, nach Beendigung der derzeitigen Kanal- und Leitungsarbeiten die Friesenstraße neu auszubauen“, bestätigt Rathaussprecher Michael Reif auf Volksstimme-Anfrage. Dies war schon vor gut drei Jahren im Stadtrat so beschlossen worden. Hintergrund der Entscheidung war der schlechte Zustand von Fahrbahn und Gehwegen.

Sanierungsbedarf in der Friesenstraße

„Der Abschnitt ist gekennzeichnet von diversen Straßenaufbrüchen, Abplatzungen und einer Vielzahl von Flickstellen“, hatte die Stadtverwaltung schon damals in der Beschlussvorlage erklärt. Die Unebenheiten im Bereich der Gehwege würden „zunehmend nicht die erforderliche Verkehrssicherheit gewähren“.

Da Straße und Gehweg nun ohnehin bereits für die Leitungsarbeiten aufgerissen werden, passt es also, den geplanten Ausbau anzuschließen. „Zurzeit erfolgt dafür die Auswertung der Angebote“, sagt Michael Reif weiter. Der Beginn des Ausbaus sei für Anfang April geplant. „Unser Tiefbauamt geht davon aus, dass diese Arbeiten rund fünf Monate in Anspruch nehmen werden“, erklärt der Stadtsprecher.

Beim Beschluss im Jahr 2017 waren noch Gesamtkosten von 570.000 Euro angegeben gewesen. In der aktuellen Investitionsprioritätenliste wird der Ausbau der Friesenstraße mit 810.000 Euro aufgeführt.

Im weiteren Verlauf der Friesenstraße in Richtung Albert-Vater-Straße wird aktuell eine Vorplanung durchgeführt. Auch hier ist ein grundhafter Ausbau geplant, bei dem der gesamte Straßenraum neu aufgeteilt werden soll.­