Magdeburg l Die Serie von Pleiten, Pech und Pannen in den Magdeburger Schwimmhallen hält auch 2018 an. Nachdem bereits in den Vorjahren verschiedene Probleme immer wieder für unfreiwillige Schließzeiten gesorgt hatten, kann nun die Einrichtung an der Großen Diesdorfer Straße pünktlich zum Start der regulären Hallensaison 2018 ihre Türen nicht öffnen.

Wieder ist es ein Defekt an der Wasseraufbereitungsanlage, der das Schwimmen verhindert, wie Rathaussprecher Michael Reif auf Volksstimme-Anfrage mitteilte. Diese hatte auch schon vor zwei Jahren für eine mehrmonatige Pause gesorgt.

Schaden im Stromkreislauf

Der Grund für den erneuten Ausfall sei aber ein anderer, versichert der Stadtsprecher. Während damals noch die Filter durch ein falsches Flockungsmittel verstopft worden waren, handele es sich diesmal um einen Schaden im Stromkreislauf.

Um welchen genau, kann auch am zweiten Tag nach Bekanntwerden des Problems noch niemand sagen. „Die von uns beauftragte Firma ist weiter mit der Fehlersuche beschäftigt“, erklärte Michael Reif am Donnerstagnachmittag.

Schwimmhalle bis Montag geschlossen

Damit ist klar: Auch am Freitag sowie am kommenden Montag bleibt die Diesdorfer Schwimmhalle noch zu. Am 8. August war der Fehler aufgetreten, nachdem der Schwimmbetrieb bereits seit 19. Juli ohne Schwierigkeiten lief.

Prekär ist die Lage, weil die Schwimmhallen in Olvenstedt und Nord wegen laufender Sanierungsmaßnahmen erst am 3. September aus der Sommerpause kommen. Somit stehen den Magdeburger Hallengängern derzeit nur die Bahnen der Elbeschwimmhalle zur Verfügung.

Immer wieder Wirbel um Schwimmhallen

Die Diesdorfer Schwimmhalle sorgt seit ihrer Sanierung 2011 immer wieder für Schlagzeilen. So musste u. a. schon das Dach komplett ausgetauscht werden, weil die ausführende Firma beim Bau gepfuscht hatte. Im Sommer 2015 gab es dann einen Überspannungsschaden in der Elektrik und ein beschädigtes Dach nach einem schweren Unwetter.

Ein Jahr später folgte der Anlagenausfall samt Tausch aller 36 Filtermodule. Schadensumme damals: 220.000 Euro. Zeitgleich musste die Schwimmhalle Nord schließen, weil Wasser aus einem Becken austrat. 2017 gab es dann noch ein Leck in der Elbeschwimmhalle.

Schwimmhallen werden saniert

Aktuell erhält die Schwimmhalle Olvenstedt unter anderem eine Folienauskleidung ebenfalls für ein undichtes Becken sowie neue Startblöcke. Außerdem wird die Badewassertechnik modernisiert, Kostenpunkt insgesamt gut 570.000 Euro. In der Schwimmhalle Nord werden derzeit 130.000 Euro für die Sanierung der Sauna, des Personal-Sanitärbereichs und die Besuchertoiletten im Foyer investiert.