Magdeburg l Tiger-Dame Stormi aus dem Zoo Magdeburg wurde vor drei Jahren mit der Flasche aufgezogen. Jetzt soll die Großkatze für eigenen Nachwuchs sorgen. Das teilte der Zoo am Dienstag mit.

Dafür sind einige Veränderungen notwendig. Bislang teilte sich Stormi mit ihren Eltern Kimberly und Amur ein Gehege. Allerdings durften die Tiere nie gemeinsam auf ihre Anlage. Sie verstehen sich nicht besonders gut. Auch Stormis Eltern gelten nicht gerade als harmonisches Pärchen. Die Aussicht auf weiteren Nachwuchs war eher gering.

Tiger Kimberly jetzt im Zoo Neuwied

Deshalb müssen Mutter und Vater umziehen. Die siebenjährige Kimberly sei bereits im Zoo Neuwied angekommen, erklärte Zoo-Sprecherin Regina Jembere. Ihr neuer Partner heiße Ivo. Vater Amur soll schon bald in einem Zoo in Norwegen leben. Die Reisevorbereitungen werden bereits getroffen. Wann es los geht, ist aber noch unklar, so Jembere. "Möglichst noch in diesem Jahr." Aber sicher ist das noch nicht.

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Dafür soll mit Stormi eine neue Zucht aufgebaut werden. Einen Partner gibt es für die Katze noch nicht. Die Auswahl wird ein Koordinator des Europäischen Erhaltungszucht-Programms fällen. Sobald ein passender Kater gefunden und in den Zoo Magdeburg umgezogen ist, wird es spannend. Werden sich die Sibirischen Tiger mögen und vor allen lieben? Wird vielleicht schon im nächsten Jahr der erste Nachwuchs das Licht der Welt erblicken? Sprecherin Jembere will keine allzu großen Hoffnungen schüren. Erst einmal müsse Vater Amur Platz machen und ausziehen und sich dann ein Partner für Stormi eingewöhnen.

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Stormi wurde am 22. Juni 2017 im Zoo Magdeburg geboren, kurz bevor das Sturmtief Paul den Zoo und vor allem die Tigeranlage verwüstete. Mutter Kimberly war mit der Aufzucht ihres ersten Wurfes überfordert. Deshalb zog Tierpflegerin Petra Oppermann die Katze zu Hause mit der Flasche auf. Später "wohnte" Stormi im Gehege der Hyänen. Dann zog sie in die Anlage zu ihren Eltern, wo jeder der Tiger einen eigenen Bereich hatte. Stormi wurde schnell zum Publikumsliebling.

Dann sollte Stormi nach England umziehen. Doch der Deal platzte. Der damalige Zoochef Kai Perret erklärte dies mit tierschutzrechtlichen Aspekten. Anfang 2019 erklärte der Zoo, dass Stormi doch in Magdeburg bleiben und für ihre Eltern ein neues Zuhause gefunden werden sollte. Mehr als 1,5 Jahre später sind diese Pläne nun also fortgeschritten.