Magdeburg/Biederitz l Es fliegen die Handtaschen übers Fußballfeld, das weiße Ballett tänzelt hinter Dynamo Tresen, um die Ballhasser auszuspielen und das Crossen des Bermudazweiecks zu verhindern. Die „JeMaRo“-Masters gehören definitiv in die Kategorie „aus Spaß am Spiel“. Am Sonntag, 27. Dezember, werden sie zum achten Mal ausgetragen. Anpfiff des Hallenfußballturnieres ist um 10 Uhr in der Ehlehalle (Schillerstraße) in Biederitz.

Vereint im Turnier-Namen „JeMaRo“ und auf dem Spielfeld sind die Städte Jena, Magdeburg und Rostock – allesamt frühere Spielstätten der Initiatoren. Einer der Initiatoren ist Fußballer Christoph Grabinski. In seiner Jugend kickte er für den FCM, ehe er nach Jena wechselte und nun beim FC Einheit Rudolstadt auf dem Platz steht. Gemeinsam mit Kumpel Fabian Zittlau, der bereits für den 1. FC Magdeburg und Rostock spielte, rief er den „JeMaRo“-Cup ins Leben. „Ursprünglich war es eine Art All-Star-Game mit rund 25 Leuten – die meisten aus unserer Jugend beim FCM“, erinnert sich Christoph Grabinski. Mittlerweile findet der „JeMaRo“-Cup zum achten Mal statt und zählt 13 Teams aus Magdeburg, Jena, Rostock und auch Trier.

Grabinski und Zittlau moderieren nicht nur die jeweils Acht-Minuten-Spiele, sondern treten selbst auch aufs Feld. Zittlau ist Kopf des „weißen Ballets“ und Grabinski des Teams „SC Motor Mitte“.

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Letzteres konnte im vergangenen Jahr sogar den Sieg für sich verbuchen. Und auch in diesem Jahr ist er mit Torwart Patrick Siefkes (Wacker Nordhausen, Carl Zeiss Jena, akt. Drochtersen/Assel), Patrick Bartsch (FCM, Schönebecker SC, akt. Burger BC), Martin Krüger (Braunschweig U19, Germania Halberstadt, akt. Burger BC), Jakob Schneider (CZ Jena, akt. FC Einheit Rudolstadt), Moritz Instenberg (u. a. FCM, Schönebecker SC, akt. Lok Stendal), Tom Ney (u. a. FCM U19, akt. Burger BC), Maximilian Gerwien (akt Askania Bernburg) und Rick Uckel (FC Kremmen) mit von der Partie.

Auf dem Spielfeld zu sehen sein wird u. a. Sören Osterland. Der Co-Trainer von Stefan Effenberg (SC Paderborn) kickte „ein paar Jugenden“ über den Initiatoren für den FCM. Kennengelernt haben sie sich, als Osterland den FCM-Nachwuchs trainierte. Inzwischen macht der 26-Jährige als jüngster Bundesliga-(Co)-Trainer von sich reden.

Magdeburger Wurzeln

Mit dabei sind beispielsweise auch Jörg Heinrich, der bereits für AC Florenz, Borussia Dortmund, den 1. FC Köln und Union Berlin spielte, Daniel Schwabke, der nach RW Essen für KFC Uerdingen aufläuft, Robin Krauße und Maximilian Wolfram vom FC Carl Zeiss Jena, Benjamin Girth, der nach Magdeburg, Leipzig und Plauen nun für den KSV Hessen Kassel spielt, Manuel Hoffmann vom TSG Neustrelitz u. v. m. Die meisten Spieler haben ihre Wurzeln beim FC Magdeburg. Aber auch Landesklasse-Teams sind bei den „JeMaRo“-Masters vertreten. So zum Beispiel eine Auswahl des SV Arminia ’53 und des HSV Medizin. Ebenso dabei sind Spieler der Hochschulauswahl Magdeburg-Stendal.

Und sogar eine Frauenmannschaft geht als „die fliegenden Handtaschen“ ins Rennen. Für sie werden u. a. die BSV-93-Handballerinnen Anne und Romy Stutz auflaufen. Ob sich die Damen, die Ballhasser, das Ballett oder eines der anderen zehn Teams den Pokal holen, entscheidet sich am Sonntag. Alle Interessierte und Fans sind herzlich zum Zuschauen eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Im Anschluss an das Turnier wollen die Spieler übrigens nach einem durstlöschenden Drink am Hassel zum Ehemaligentreffen der Magdeburger Sportschulen, das ab 20 Uhr im First Club, Alter Markt 13/14, stattfindet (Eintritt 5 Euro).