Magdeburg l In die Pläne der Stadt Magdeburg, dem kunstvoll gestalteten Weg und dessen Umfeld im Bereich zwischen Bruno-Taut-Ring und Sankt-Josef-Straße eine Frischzellenkur zu verpassen und ihn bis zum Klinikum Magdeburg/ Haltestelle zu verlängern, kommt Bewegung, auch wenn ein Durchbruch noch aussteht.

Wie die Stadtverwaltung Magdeburg auf eine Anfrage aus dem Stadtrat verweist, ist für das 2017 gefasste Vorhaben „Lückenschluss Marktbreite“ ein Fördermittelbescheid eingegangen. Demnach wird der Lückenschluss mit 300.000 Euro aus dem Programm „Stadtumbau-Ost“ unterstützt, die von 2020 bis 2022 zur Verfügung stehen werden. Sie sollen mit in den Bau eines Fuß- und Radweges sowie den dafür erforderlichen Grunderwerb fließen.

Barrierefreie Verbindung zur Klinik

Zur besseren Erreichbarkeit des Krankenhauses an der Birkenallee, das bislang nur rudimentär an die Marktbreite angeschlossen ist, soll der Weg verlängert und „nutzerfreundlich ausgebaut“ werden, wie es heißt. Im Fokus stehen dabei Fußgänger und Radfahrer, für die eine schnelle sowie barrierefreie Verbindung geschaffen werden soll.

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Für die geplante Sanierung der Marktbreite im Bereich zwischen Marktplatz „Olven I“ und dem Brunnenstieg sind im Jahr 2018 keine Fördergelder bewilligt worden. Für das Programmjahr 2020 wolle die Verwaltung einen neuen Anlauf unternehmen.

Stolper- und Sturzfallen beseitigen

Die Stadt Magdeburg beschreibt die Marktbreite als „städtebauliches Rückgrat von Neu-Olvenstedt“, an dem sich unter anderem der im Stadtteil Neu-Olvenstedt bekannte Kugelbrunnen als Beispiel für die im Bereich des Neubaugebietes vielfach integrierte Kunst im öffentlichen Raum befindet und das seit der Einrichtung in den 1980er Jahren nicht saniert wurde. „Eine umfassende Sanierung im Bestand soll die adäquate Nutzung für Radfahrer und Fußgänger wiederherstellen und Angsträume beseitigen.“ Damit sind Stolper- und Sturzfallen für Fußgänger und Radler gemeint.

Auch wenn die Marktbreite selbst bislang unangetastet blieb, so hat sich entlang der Flaniermeile in den zurückliegenden Jahren viel getan. Ganze Wohnquartiere wie der Putzerhof mit seinen für den Stadtteil typischen Mehrgeschossern im Stile des industriellen Wohnungsbaus sind abgerissen worden, östlich und westlich des Weges sind dadurch großräumige Freiflächen entstanden.

Nutzung des Platzes offen

Offen ist, wie die Eigentümer wie die Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg (Wobau) den geschaffenen Platz nutzen werden.

Der Bau von Eigenheimen, der in Magdeburg boomt, ist vielerorts in Neu-Olvenstedt bereits erfolgt, weitere Eigenheimgebiete befinden sich in der Planung.