Magdeburg l Mehr als 200 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehren sowie des Technischen Hilfswerks waren am Donnerstag in Magdeburg im Einsatz. Das Sturmtief Friederike hielt Magdeburg in Atem. Nachmittags und in den Abendstunden mussten die Kräfte rund 55 Einsätze bewältigen.

An den Tagen danach ist weiterhin Vorsicht geboten: Abgebrochene Äste hängen in den Bäumen und Dachziegel haben sich aufgrund der schweren Sturmböen gelöst.

Dach an Elbeschwimmhalle kaputt

Sowohl das Dach der Elbeschwimmhalle als auch das Dach des Gebäudes vom Heinrich-Germer-Stadion haben einige Schäden davongetragen. Das teilte Stadtsprecher Michael Reif mit und erklärte: Die Reparaturarbeiten am Stadion würden am Montag beginnen, bei der Schwimmhalle seien die Arbeiter gleich am Freitag zugange gewesen. Wichtig: Der Betrieb in der Schwimmhalle kann trotz Schaden ganz normal weitergehen.

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Ein schlimmeres Bild ergab sich in der Grundschule Diesdorf: Dort waren dem Stadtsprecher zufolge rund zwei Drittel des Daches eines Gebäudeflügels abgedeckt worden. „Zwei Klassenräume mussten für die Nutzung gesperrt werden“, erklärte Michael Reif. Der Schulbetrieb konnte ansonsten „ungestört erfolgen“. Um das an allen Grund- und Förderschulen der Stadt sicherzustellen, hatten die Hausmeister am Freitag bereits um 5.30 Uhr ihren Dienst begonnen – und die Schulgebäude kontrolliert, bevor die ersten Schüler eintrafen.

50 Bäume auf Friedhof zerstört

Für die Sicherheit der Magdeburger sind seit Donnerstagnachmittag auch die Mitarbeiter des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe im Einsatz. Mit Hilfe von Hebebühnen und Holzhäckslern sollen die Aufräumarbeiten am Wochenende weitergehen. Glücklicherweise seien laut Stadtverwaltung Magdeburg an den öffentlichen Plätzen und Spielplätzen nach aktuellem Stand keine größeren Schäden zu verzeichnen. Doch allein auf den Friedhöfen sind rund 50 Bäume sowie vereinzelt Grabsteine vom Sturm zerstört worden.

Ganz von einem Baum begraben wurde ein Pkw im Magdeburger Stadtteil Sudenburg. Dort stürzte ein Nadelbaum von einem Grundstück auf die Straße und begrub dabei Zäune und Tore unter sich. Jeremie Kegner befand sich unmittelbar am Ort des Unglücks und sah, wie eine Orkanböe den Baum zu Fall brachte. Noch Stunden später zeigte sich der Augenzeuge schockiert. Wie durch ein Wunder sei niemand verletzt wurden.

20 Scheiben am Gewächshaus kaputt

Auch im Zoo ging es diesmal vergleichsweise glimpflich aus: Schäden am Giraffenhaus sowie am Haus der Schimpansen waren am Freitag bereits wieder behoben. Größere Reparaturen stehen jetzt allerdings noch bei den Gruson-Gewächshäusern an: Dort sind mindestens 20 Scheiben an verschiedenen Häusern durch den Sturm zu Bruch gegangen.

Die Stadt Magdeburg weist ausdrücklich darauf hin: „Besucher in Parkanlagen, auf Grünflächen und auf Friedhöfen werden gebeten, sich umsichtig zu bewegen, da sich noch gebrochene Äste in den Kronen befinden und herabfallen könnten.“