Magdeburg (ag) l Seit 12. Februar 2018 werden im Auftrag des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg (SFM) insgesamt 167 Bäume gefällt, um die Verkehrssicherheit im Stadtpark Rotehorn wiederherzustellen. Je nach Witterung sind die Arbeiten Ende Februar beendet, teilt die Stadt mit. 

Der SFM hat zwei externe Firmen damit beauftragt. Im Zuge der Baumoffensive sollen im Herbst 2018 Bäume im Stadtpark nachgepflanzt werden.

Unwetter ließ Bäume umknicken

Die 167 Bäume waren bei den vier schweren Unwettern 2017 geschädigt worden. Sie mussten allerdings nicht sofort gefällt werden, da von ihnen zunächst keine akute Gefahr ausging. Zu den nicht mehr verkehrssicheren Bäumen gehören zudem 70, die bereits durch die vergangenen Hochwasser geschädigt worden waren und nun gänzlich abgestorben sind oder durch den Einfluss von Pilzen und anderen Schadorganismen eine verminderte Standsicherheit aufweisen.

Die Baumfällungen konzentrieren sich laut Stadt auf die Bereiche zwischen Heinrich-Heine-Weg und Niemeyerweg, beginnend vom Heinrich-Heine-Platz bis zum Godehard-Teich sowie zwischen Alter Elbe und Tauber Elbe, ausgehend vom Kreuzungsbereich Seilerweg/ Am Winterhafen bis hin zur Täve-Schur-Brücke.

Einschränkungen im Stadtpark

Passanten, Jogger, Skater und Radfahrer müssen sich auf Einschränkungen durch temporäre Baustellen einstellen. Die betroffenen Bereiche werden entsprechend gekennzeichnet.

Zum Hintergrund
Nach den insgesamt vier schweren Unwettern des vergangenen Jahres hatte der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg immer wieder zunächst die akuten Gefahren beseitigt. Gefahrenbäume, die damals nur abgesetzt wurden und lediglich als Rudimente stehen blieben, werden nun gänzlich gefällt. Auch werden jetzt Bäume gefällt, die versteckte Schäden wie Risse in Stamm und Krone aufweisen und damit ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Hochwasserfolgen erst heute sichtbar

Darüber hinaus zeigen sich in den letzten Jahren im Stadtpark Magdeburg vermehrt die Auswirkungen der Hochwasser von 2002, 2010 und 2013. So starben bei vielen Bäumen die Feinwurzeln durch das stehende Wasser und eine dadurch verminderte Sauerstoffversorgung ab. Die Folgen zeigen sich meist erst nach Jahren, indem die Bäume langsam absterben, bei Stürmen entwurzelt werden oder durch Einflüsse von diversen Schadorganismen nicht mehr standsicher sind.

Staunässe verursacht Wurzelschäden und eine Schwächung des Allgemeinzustandes der Bäume, wodurch die Wurzeln anfälliger für Pilze, wie den Brandkrustenpilz, Baumschwämme oder Riesenporlinge werden, erklärt die Stadt. Es kann einige Jahre dauern, bis die Schadsymptome erkennbar und so ausgeprägt sind, dass die Stand- und Bruchsicherheit des Baumes nicht mehr gewährleistet ist und er gefällt werden muss.