Magdeburg l Hintergrund der Sperrung des Hauptbahnhofs in Magdeburg am 3. und 4. März 2018 sind Bauarbeiten. Weil unmittelbar am Hauptbahnhof mehrere Eisenbahnbrücken saniert werden, muss der Bahnhof an dem Wochenende fast komplett außer Betrieb genommen werden. Der gesamte Zugverkehr wird gestoppt, weil Weichen und Signale an das elektronische Stellwerk angeschlossen werden müssen.

Aus diesem Grund sind umfangreiche Änderungen im Fern-, S-Bahn und Regionalverkehr notwendig, teilte die Deutsche Bahn mit. Allerdings: Es fahren auch während der Sperrung alle Züge, allerdings passieren sie nicht den Magdeburger Hauptbahnhof.

Mehr als 5000 Reisende betroffen

Für die Bahnkunden bedeutet das, dass die Züge u. a. in den Bahnhöfen Buckau, Neustadt, Biederitz oder Niederndodeleben enden, beginnen oder auf der Durchfahrt halten. Reisende sollten sich deshalb rechtzeitig über die Änderungen auf ihren Touren informieren.

Betroffen sind nach Angaben der Bahn mehr als 5000 Reisende sowie 460 Züge während der kompletten Sperrzeit. Die Busse als Schienersatzverkehr fahren vom Busbahnhof auf der Westseite des Hauptbahnhofes ab. Die Bahn wies daraufhin, dass diese Kapazitäten beschränkt sind. Dies gelte vor allem für Fahrräder.

Bauarbeiten bis Mai 2019

Ab Sonntag, 4. März, 13 Uhr, soll dann der Verkehr wieder normal rollen. Die Gesamtbaumaßnahme der Bahn soll im Mai 2019 beendet sein. Dann sind die rund 100 Jahre alten Eisenbahnbrücken über die Reuterallee in Magdeburg komplett getauscht und erneuert.

2019 sollen auch die Arbeiten der Stadt Magdeburg unter den Brücken beim Bau des Tunnels beendet sein. Ob der Termin gehalten werden kann, ist derzeit offen. Genaue Zeitpläne gibt es dafür aber noch nicht.

Schönheitskur für Hauptbahnhof

Ab März soll auch die Schönheitskurs für das Bahnhofsgebäude beginnen. Rund sieben Millionen Euro werden investiert. Die Seitenhalle auf der Ostseite (Ausgang Richtung City Carré) wird gemalert und mit neuem Lichtkonzept versehen. Der Tunnel wird komplett saniert mit neuem Fußboden und Seitenwänden ausgestattet. Am Tunnelausgang Richtung Kölner Platz entsteht zudem ein neuer Wartebereich.