Magdeburg l Franzi hat sichtlich Spaß daran, auf „Täve“ und „Alpaka“ um das Hundertwasserhaus zu düsen. Flott kreist die junge Mutter um das Gebäude am Breiten Weg. „Auf den Rädern lässt es sich super fahren“, freut sie sich. Auch die drei Kinder der Magdeburgerin, Alma, Lisbeth und Albert, lassen sich mit großer Freude von Mama umherkutschieren.

Umweltamt unterstützte Anschaffung

„Täve“ und „Alpaka“ sind zwei von insgesamt sechs Lastenrädern, die der Fahrradclub ADFC Magdeburg, das Bistum Magdeburg, der Verein Vitopia und das Geschäftsstraßenmanagement Stadtfeld am 18. September 2019 vom Umweltbeigeordneten Holger Platz überreicht bekamen.

Mehr als 36.400 Euro hat das Umweltamt der Stadt Magdeburg in die Hand genommen, um die vier gemeinnützigen Organisationen bei der Anschaffung der Räder zu unterstützen - denn billig sind sie nicht. Zwischen 4000 und 5000 Euro müssen für ein Rad auf den Tisch gelegt werden.

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Vier Lastenräder für Magdeburg

„Täve“ und „Alpaka“ gehören von nun an dem ADFC Magdeburg, genauso wie „Pauline“. „LaRa“ ist die Vierte im Bunde und bereits seit 2016 in der Landeshauptstadt unterwegs.

Die vier Lastenräder des ADFC sind zu ganz unterschiedlichen Zwecken einsetzbar. „LaRa“ ist besonders gut für Anfänger und den Transport großer Gegenstände geeignet. Sogar ein Sofa hat mit ihrer Hilfe schon seinen Standort ändern können. „Pauline“ ist das schnellste unter den vier Rädern und kann bis zu 100 Kilogramm Last tragen.

Sicherheitsgurte im Lastenrad

„Täve“ verfügt über eine in Kinder- und Laderaum getrennte Kiste. Darin lassen sich sperrige Gegenstände zwar nicht so gut transportieren, aber dank der Sicherheitsgurte kann nichts rutschen.

„Alpaka“ bietet Platz für zwei Kinder und einen Picknickkorb. Auch ein Großeinkauf passt hier rein. Dank der verbauten Neigetechnik ist mehr Flexibilität gegeben.

Berühmte Radsportler sind Namensgeber

„Täve“ und „Pauline“ sind nach zwei berühmten sachsen-anhaltischen Radsportlern benannt worden: Pauline Grabosch, Teamsiegerin der UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2018, und Gustav-Adolf „Täve“ Schur, Radsportlegende der DDR und neunmaliger Sportler des Jahres. Schur kam am Mittwochabend höchstpersönlich beim ADFC vorbei.

Während um ihn herum Interessierte die Lastenräder ausprobieren durften, signierte er das nach ihm benannte Rad. Und was hält er selbst von den Rädern? „Find‘ ich jut, große Klasse!“, sagt der gebürtige Biederitzer.