Magdeburg l Große Freude herrschte am 11. Oktober 2019 an der Helmstedter Straße in Magdeburg-Sudenburg. Die sechs Mieter des privaten Mehrfamilienhauses können nach fast drei Wochen ohne Strom und Wasser wieder das Licht einschalten und die Heizung aufdrehen. Die Städtischen Werke Magdeburg (SWM) haben Wort gehalten und am Freitag Monteure vorbeigeschickt, die das Haus wieder an das Strom- und Wassernetz angeschlossen haben.

Damit ist eine lange Hängepartie für die sechs Mieter zu Ende gegangen. Weil ihr Vermieter und Eigentümer des Hauses über Monate die Abschläge für Wasser und Strom nicht an die SWM weitergeleitet hatte, war das Haus nach mehrfacher Mahnung durch die SWM vom Versorgungsnetz abgeklemmt worden. Was folgte, waren für die Mieter fast drei Wochen im Dunkeln und Kalten, ohne zu wissen, wie es weitergeht.

Monteure kamen sofort

Ihnen drohte zwischenzeitlich sogar der Rauswurf, weil das Haus ohne Strom und Wasser als unbewohnbar galt. Der Hauseigentümer hatte erklärt, dass er finanziell in großen Schwierigkeiten stecke und nicht in der Lage sei, die mehreren Tausend Euro Außenstände zu begleichen.

Die SWM boten angesichts der prekären Lage der Mieter, die unverschuldet in diese Lage geraten waren, eine Mietervereinbarung an. Die besagt, dass die Mieter als Vertragspartner gegenüber den Städtischen Werken auftreten und die Abschläge für Strom und Wasser im Voraus direkt an die SWM zahlen. Da einige Mieter Harz IV beziehen, musste dieser Vereinbarung in dieser Woche noch das Jobcenter zustimmen. Die Bestätigung traf am Donnerstag ein. Nachdem die Mieter alles Notwendige am Freitag bei den SWM vorgelegt hatten, kamen die Monteure und schlossen das Haus wieder an. „Wir sind überglücklich, dass die ganze Geschichte jetzt vorbei ist“, freute sich Mieter Lars Dietz.